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Radicchio stammt ursprünglich aus der italienischen Region Venetien und gehört, ebenso wie Chicoree, Zuckerhut, Friséesalat und Endivie, zur Gruppe der Zichoriengewächse (zu Deutsch: Wegwarte). Heimischer Freiland-Radicchio hat von Juni bis Oktober Saison. Typisch für das Gemüse mit den charakteristischen purpurroten Blättern ist der herbe Geschmack: unter den Zichoriengewächsen hat Radicchio den höchsten Gehalt an Bitterstoffen. Wer sich mit dem bitteren Geschmack anfreunden kann, tut seinem Körper viel Gutes.

Ein Sprichwort sagt „Was bitter im Mund, ist dem Magen gesund“. Bitterstoffe regeln die Verdauung auf vielerlei Weise. Bereits auf der Zunge stimulieren sie den Magen, die Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse, welche daraufhin mit der Sekretion lebensnotwendiger Verdauungssäfte und Verdauungsenzyme beginnen. Die Bitterstoffe wirken jedoch auch als Appetitzügler, bremsen den Heißhunger auf Süßes und täuschen ein Sättigungsgefühl vor. Dadurch werden die Portionen, die wir zu uns nehmen, kleiner.

Neben Bitterstoffen punktet Radicchio auch mit einem ansehnlichen Gehalt an  Mineralstoffen und Vitaminen. So liefern beispielsweise 100 Gramm Radicchio rund 10 mg Vitamin C, das dein Immunsystem stärkt. In puncto Kalorien ist Radicchio hingegen zurückhaltend: in 100 Gramm sind nur 14 kCal enthalten.

Beim Kauf solltest du darauf achten, dass die Köpfe frische, knackige Blätter haben und der Strunk möglichst noch hell ist. Natürlich ist es am besten, wenn du den Radicchio möglichst frisch verzehrst. Musst du ihn dennoch einige Tage lagern, so schlägst du ihn am besten in ein feuchtes Tuch ein und legst ihn ins Gemüsefach deines Kühlschranks. Radicchio wird zumeist roh verzehrt und wegen seines bitteren Geschmacks gerne mit milden Blattsalaten kombiniert. Der herbe Geschmack harmoniert außerdem gut mit süß-fruchtigen Noten, so z.B. in einem Radicchio-Nektarinen-Salat, dessen Rezept du auf unserem Ernährungskärtchen Nr. 94 findest. Je nach Saison kannst du Radicchio nach Belieben mit Erdbeeren, Melone, Birne, Orangen oder vielen anderen Obstsorten kombinieren. Darüber hinaus lässt sich Radicchio auch warm zubereiten, etwa indem du ihn dünstest oder in feinen Streifen über ein Pasta-Gericht streust.

Durch Waschen mit warmem Wasser kannst du dem Radicchio einen Teil seiner Bitterstoffe nehmen. Natürlich gehen dir damit jedoch auch die gesundheitlichen Vorzüge der Bitterstoffe verloren. Bist du bisher noch kein Fan von Bitterstoffen, kannst du dich deiner Gesundheit zuliebe vielleicht in kleinen Dosen an das neue Geschmackserlebnis herantasten. Genauso, wie du dich an die Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig, scharf und umami gewöhnt hast, kannst du dich auch an das Geschmackserlebnis „bitter“ gewöhnen. Die bitter-süße Kombination eines Radicchio-Salats mit frischem Obst ist vielleicht ein guter Einstieg dazu.


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Einfach-Schaltungen bei Mountainbikes im Trend

Wer sich ein neues Sport-Fahrrad zulegen will, hat es nicht leicht. Klar ist: die Schaltung ist eines der wichtigsten Kriterien beim Fahrradkauf. Die entscheidende Frage dabei lautet, für welche Art von Touren du das Rad nutzen möchtest. Oft beantwortet sich diese bereits durch die Wahl des Fahrrad-Typs: Rennrad, Gravel- oder Mountainbike? Die Anwendung und damit auch die Anforderungen an die Schaltung sind dabei höchst unterschiedlich. Beim Mountainbike hat sich in den letzten Jahren die sogenannten Einfach-Schaltung mit nur einem Kettenblatt vorne durchgesetzt. Beim Gravel-Bike und auch beim Rennrad ist eine feinere Abstufung der Gänge wichtig, so dass in diesen Marktsegmenten oft noch Zweifach-Schaltungen verbaut werden. Die lange Zeit gängige Dreifach-Schaltung mit drei Kettenblättern vorne kommt hingegen inzwischen fast nur noch im unteren Preissegment zum Einsatz. Worauf es bei der Wahl der individuell richtigen Schaltung ankommt, erklärt Andrea Potratz, Chefin der toMotion GmbH und  vom bikeDoc in Lindau.

Bei der Entwicklung vom Eingangrad über drei und sieben Gänge hin zu Fahrrädern mit bis zu 30Gängen galt jahrzehntelang die Devise: je mehr Gänge, desto besser. Jedes Kind wusste: ein Fahrrad mit mehr Gängen ist irgendwie cooler, schneller und überhaupt besser. Doch seit einigen Jahren vollzieht die Entwicklung in der Fahrradbranche eine Kehrtwende. Gerade bei Sport-Fahrrädern geht der Trend inzwischen in die entgegengesetzte Richtung und die Anzahl der Gänge reduziert sich wieder. Hauptsächlich wird dies durch eine Reduktion der Anzahl an Kettenblättern vorne erreicht. Doch tun wir einen Schritt zurück und schauen uns zunächst an, wie ein Schaltwerk aufgebaut ist.

Das Schaltsystem ist quasi der Antrieb des Fahrrads und beinhaltet die Kurbel am Tretlager, Kettenblätter vorne, die Kette, die Kassette hinten, das Schaltwerk, einen Umwerfer (bei zwei oder mehr Kettenblättern) sowie die Schalthebel. Außerdem gehören zur Antriebsgruppe am Fahrrad streng genommen noch die Bremsen inklusive Bremshebel dazu, auf die wir heute jedoch nicht eingehen wollen.

Die Tretkurbel

 

Tretkurbel mit Kettenblatt und Kurbelarmen                                           Kettenblätter in verschiedenen Größen zur Auswahl

In der Tretkurbel nimmt die Kraftübertragung ihren Anfang. An den Kurbeln des Tretlagers befinden sich die Pedale, mit deren Hilfe die Antriebsgruppe in Gang gebracht wird. Das Tretlager besteht dabei aus zwei Kurbelarmen, einer Achse, die die beiden Kurbeln miteinander verbindet und einem oder mehreren Kettenblättern.

Die Anzahl der Kettenblätter entscheidet mit über die Anzahl der Gänge, welche deinem Rad  zur Verfügung stehen. Aktuell geht der Trend in Richtung „weniger ist mehr“, also weg von drei Kettenblättern, die sich vorrangig noch an Einsteigermodellen finden, und hin zu Zweifach- und Einfachkurbeln mit zwei oder gar nur einem Kettenblatt.

Die Kassette (bzw. Ritzelpaket) am Hinterrad

Die Kassette besteht aus mehreren Zahnkränzen, häufig Ritzel genannt, und befindet sich am Hinterrad des Fahrrads. Sie bestimmt die Gangzahl am Heck, welche in der Regel zwischen acht und zwölf Gängen liegt. Zusammen mit den Kettenblättern ergibt sich daraus die insgesamt zur Verfügung stehende Gangzahl und Übersetzungsbandbreite.

Die Kette

Die Kette verbindet die Kettenblätter vorne mit der Kassette hinten und ist essentiell für den Antrieb des Fahrrads. Sie wird fast ausschließlich aus Stahl gefertigt und besteht aus zahlreichen kleinen Gliedern, die eine reibungslose Rotation ermöglichen. Qualitätskriterien einer Kette sind, wie stark sie sich im Laufe der Zeit abnutzt und länger wird.

Das Schaltwerk und der Umwerfer

Schaltwerk mit Schalthebel und Schaltzug                        

Der Umwerfer vorne und das Schaltwerk hinten verschieben den Lauf der Kette über die Kettenblätter bzw. die einzelnen Ritzel der Kassette. Bei Einfach-Schaltungen mit nur einem Kettenblatt vorne wird kein Umwerfer benötigt. Bei mechanischen Schaltungen werden Schaltwerk und ggf. auch Umwerfer über Kabel (sogenannten Schaltzüge) angesteuert und leiten über eine Manipulation der Zugkraft den Schaltvorgang ein.

Elektronische Schaltungen statten das Schaltwerk mit winzig kleinen Servomotoren aus, welche die Schaltbewegungen kontrollieren. Diese Premium-Variante des Schaltens eliminiert den Verschleiß der Schaltkomponenten durch Schlamm, Wasser und weitere Einflüsse, welche die Schaltleistung zum Teil spürbar beeinträchtigen können, da mechanische Schaltungen auf eine präzise Zugspannung über die Kabel angewiesen sind.

 

Elektronische Schaltung                                              Schalthebel einer elektronischen Schaltung

Die Schalthebel

Schalthebel mit Schaltzug

Die Schalthebel befinden sich direkt am Lenker und sind dein Kontrollelement, um den Schaltvorgang über das Schaltwerk und den Umwerfer einzuleiten. Dies geschieht entweder über den mechanischen Schaltzug oder über einen elektrischen Impuls.

Der am weitesten verbreitete Schalthebel-Typ ist der Trigger, bei dem du entweder mit dem Daumen oder mit dem Zeigefinger den Schaltvorgang einleitest. Weniger populär ist inzwischen das Grip Shift System, bei dem eine Rotation des Griffs das Schalten übernimmt.

Ganganzahl und Übersetzungsbandbreite

Wie auch bei Motoren im Auto ermöglichen dir die Gänge beim Fahrrad eine konstant hohe Kraftübertragung über eine große Übersetzungsbandbreite, um hohe Geschwindigkeiten bei jeder Steigung zu ermöglichen. Bei kleinen (leichteren) Gängen dreht sich das Hinterrad im Vergleich zur Kurbel weniger, während bei den großen Gängen das Hinterrad bei einer kompletten Umdrehung einen weiteren Weg zurücklegt als die Tretkurbel.

Die Anzahl der Zähne an Kettenblatt und Ritzel legt die genaue Übersetzung fest. Je weniger Zähne das Kettenblatt vorne hat (je kleiner es also ist), desto niedriger ist der Gang. Am Hinterrad ist es umgekehrt: Der kleinste Gang hat hier die meisten Zähne und das größte Ritzel. Für den größten Gang am Fahrrad gilt also: Das größte Kettenblatt vorne, das kleinste Ritzel hinten.

Wichtig ist auch, dass die Ganganzahl nicht mit der Übersetzungsbandbreite gleichgesetzt werden kann. Die Übersetzungsbandbreite bezeichnet die Spanne zwischen dem schwersten und leichtesten Gang, welche bei einem Fahrrad mit elf Gängen durchaus die gleiche sein kann wie bei einem mit 30 Gängen. Die Ganganzahl ist dagegen einfach die rechnerische Anzahl an verfügbaren Gängen, die sich aus der Multiplikation der Kettenblätter vorne und der Ritzelanzahl hinten ergibt. Allerdings gibt es bei mehreren Kettenblättern immer redundante Gänge, wie z.B. bei einem 27-Gang Antrieb (3x9), der im Endeffekt nur 18 wirkliche Gänge hat. Dies geschieht, weil wegen der vielen Kombinationsmöglichkeiten zwischen Kettenblättern vorne und Ritzeln hinten einige Gänge doppelt belegt oder nicht sinnvoll nutzbar sind, weil die Kette sonst sehr schräg laufen würde. Die Übersetzungsbandbreite (also die Spanne zwischen dem kleinsten und größten nutzbaren Gang) ist daher die wichtigere Größe.

Beim Mountainbiken sind kleine Gänge wichtig, um bei extremen Anstiegen und unwegsamen Passagen gut durchzukommen. Deswegen nutzen Mountainbikes spezielle Übersetzungen, die sich besonders für solches Terrain eignen und eben nicht solch hohe Geschwindigkeiten ermöglichen wie beispielsweise eine Rennrad-Schaltung. Welche Übersetzung vom Einzelnen dann tatsächlich gewählt wird, kommt allerdings auf das Einsatzgebiet und die individuelle Kraft an.

Vorteile und Nachteile bei Antrieben mit weniger Kettenblättern

Aktuell geht der Trend bei Sport-Fahrrädern wie Mountainbikes, Rennrädern und Gravelbikes eher in Richtung „weniger ist mehr“, also weg von drei Kettenblättern, die sich vorrangig noch an Einsteigermodellen finden, und hin zu Einfach- und Zweifachkurbeln mit einem bzw. zwei Kettenblättern. Die Vorteile von Einfach- und Zweifach-Schaltungen sind eine einfachere Handhabung, höhere Zuverlässigkeit und geringerer Wartungs- und Instandhaltungsaufwand. Natürlich sind diese Vorteile am größten, wenn sich nur noch ein Kettenblatt an der Kurbel befindet. Dann definieren sich die Gänge nur noch über die verschieden großen Ritzel am Hinterrad. Es sind also gar kein Umwerfer und auch kein zweiter Schalthebel mehr nötig. Dadurch werden die Räder leichter. Außerdem ist der Wartungsaufwand geringer, wenn das Fahrrad keinen Umwerfer mehr hat: was nicht dran ist am Rad, kann auch nicht kaputtgehen. Der größte Vorteil aber ist das intuitive Schalten. Statt mit verschiedenen Kombinationen aus Kettenblatt und Ritzel zu hantieren, kann man die Gänge mit einem einzigen Hebel auswählen.

Der Verzicht auf Kettenblätter hat aber auch Nachteile, die je nach Streckenprofil und persönlichen Vorlieben unterschiedlich stark ins Gewicht fallen. So ist bei weniger Kettenblättern die Übersetzungsbandbreite zwischen dem kleinsten und dem größten Gang oft geringer als bei den früher üblichen Dreifach-Schaltungen. In der Praxis heißt das zum Beispiel, dass man am Berg bei steilen Anstiegen mehr Kraft braucht oder bei Abfahrten nicht weiter beschleunigen kann.

Bei den neuesten, allerdings auch recht teuren Systemen gilt das nicht mehr unbedingt: So kann eine moderne Einfach-Schaltung sogar eine größere Übersetzungsbandbreite haben als eine Schaltung mit mehreren Kettenblättern. Das gelingt den Herstellern, indem sie am Hinterrad sowohl sehr kleine als auch sehr große Ritzel mit mehr als 50 Zähnen montieren. Allerdings wiegt dann der zweite Nachteil der Einfach-Schaltung umso schwerer: Die Sprünge zwischen den einzelnen Gängen werden deutlich größer. Vor allem sportlich ambitionierten Fahrern kann es dann passieren, dass sie keinen passenden Gang finden. Der eine ist zu schwer, der andere zu leicht. Bei Schaltungen mit zwei oder drei Kettenblättern und damit mehr Gängen sind die Abstufungen feiner. Sie sind daher bei Rennradfahrern, die sich stark an ihrer optimalen Trittfrequenz orientieren, auch weiterhin Standard. Für Mountainbiker, die im schnell aufsteigenden oder abfallenden Gelände fahren, können die großen Sprünge zwischen den Gängen dagegen sogar praktisch sein.

MTB-Ritzelpaket mit großen Abstufungen bei den Gängen

Wer sich ein neues Rad zulegen will, sollte sich also vorab Gedanken machen, welche Schaltung am besten passt. Entscheidend ist das Terrain, auf dem das Fahrrad zum Einsatz kommen soll. Grob gilt: Wer auf einer Tour bergab bis in höchste Geschwindigkeiten mittreten und gleichzeitig bei steilen Anstiegen möglichst einfach klettern will und noch dazu empfindlich bei der Auswahl seines Wohlfühlgangs ist, wird eher zu einer Zweifach-Schaltung tendieren. Diese beiden Extreme treten jedoch nicht allzu häufig in kombinierter Form auf. Grundsätzlich gilt, dass Mountainbiker mit einer Einfachschaltung oft gut beraten sind, Rennradfahrer und Gravelbiker hingegen tendieren häufig zur Zweifachschaltung. Wer genau wissen möchte, wie einfach ein Rad klettert oder wie schnell man es bei normaler Trittfrequenz fahren kann, muss einen Ritzelrechner im Internet nutzen - oder am besten ausgiebig Probe fahren. Dies kannst du im Mountainbikebereich beispielsweise beim bikeDoc in Lindau am Bodensee.

Hersteller

Im Mountainbike-Bereich gibt es bei der Schaltung fast nur die Wahl zwischen Shimano und SRAM. Der japanische Hersteller Shimano ist einer der größten Anbieter von Fahrrad-Komponeten und hat auch das größte Portfolio an Schaltsystemen für den Mountainbike-Bereich. SRAM ist vor allem im Mountainbike-Bereich der größte Konkurrent von Shimano und hat mehrere Schaltgruppen im Programm. Die amerikanische Firma ist deutlich innovativer unterwegs als Shimano und war Wegbereiter für den Zweifach- und Einfach-Antrieb in der Mountainbike-Welt. Inzwischen macht SRAM auch  mit innovativen Technologien für Rennräder auf sich aufmerksam. Der italienische Hersteller Campagnolo konzentriert sich bei hochwertigen Schaltungen ganz auf den Rennrad-Bereich. Im Gegensatz zu den beiden Hauptkonkurrenten Shimano und SRAM kann man hier also von einem Spezialisten sprechen, der vor allem den High-End-Bereich bei den Roadracern anspricht.

Grundsätzlich gilt: Schaltgruppen in höheren Preisklassen sind effizienter, langlebiger und ermöglichen einen leichtgängigeren Schaltvorgang, alles bei einem geringeren Gewicht. Bei toMotion und beim bikeDoc werden hauptsächlich Eagle 1x12-Schaltgruppen von SRAM verbaut. Andrea Potratz erklärt ihre Gründe so: „Die Eagle funktioniert super und ich habe sieauch selbst an allen Bikes. Es gibt sie in vielen Varianten und Preisklassen, elektronisch und mechanisch. Man kann alles kombinieren und falls mal etwas sein sollte, ist der Service von SRAM einfach klasse.“

SRAM Eagle GX-Antrieb


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Die Goji-Beere gehört wie Kartoffeln und Tomaten zu den Nachtschattengewächsen, ist im Gegensatz zu diesen jedoch winterhart und gedeiht daher auch in Mitteleuropa. Ihre Heimat liegt in China und der Mongolei. So ist es nicht verwunderlich, dass die Goji-Beere seit Jahrtausenden ein fester Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist, der bei ganz unterschiedlichen Beschwerdebildern zum Einsatz kommt. Denn die Asiatin, die an zwei bis drei Meter hohen Sträuchern mit überhängenden Zweigen wächst, ist äußerst gehaltvoll: sie liefert fast alle lebenswichtigen Nährstoffe und Antioxidantien sowie eine Vielzahl sekundärer Pflanzenstoffe, die in unserer alltäglichen Nahrung nur noch unzureichend vorhanden sind. Daher wird die kleine, rote Beere oft auch als „Superfood“ bezeichnet.

Foto von www.goji-plantage.de

So fördert die Goji-Beere mit ihren Antioxidantien Lutein und Zeaxanthin beispielsweise die Gesundheit von Augen und Nervensystem. Die Polysaccharide der Goji-Beere sind eine hervorragende Energiequelle für unsere nützlichen Darmbakterien. Eine gesunde Darmflora sorgt für eine effektive Verdauung, für eine optimale Resorption von Nährstoffen sowie für eine gesunde, intakte Darmschleimhaut. Da unsere Darmschleimhaut zudem eine wichtige Rolle für unser Immunsystem spielt, kannst du auf diese Weise auch Infektionen mit Bakterien oder Pilzen sowie chronischen Entzündungen vorbeugen.  

Die Polysaccharide der Goji-Beere erhöhen zudem die Leistungsfähigkeit deiner Muskulatur. Sie sind einerseits am Abtransport von Stoffwechselabfällen wie z.B. Milchsäure beteiligt, die sich bei sportlicher Betätigung in den Muskeln ansammeln. Andererseits fördern die Polysaccharide die Glykogen-Einlagerung in die Muskulatur und reduzieren gleichzeitig den oxidativen Stress im Muskel, was dazu führt, dass er mehr Leistung bringen kann. Auf diese Weise kann der regelmäßige Verzehr von Goji-Beeren zu höherer Fitness, mehr Muskelkraft und besserer Ausdauer führen.

Allerdings bergen die kleinen, roten Beeren auch ein gewisses Allergiepotential. So können beim Verzehr von Goji-Beeren Kreuzallergien z.B. mit Nüssen, Tomaten oder Pfirsichen auftreten. Menschen, die blutverdünnende Mittel einnehmen, sollten vorsichtig sein: Goji-Beeren verstärken die gerinnungshemmende Wirkung der Medikamente.

Möchtest du die Goji-Beere in deinen täglichen Speiseplan integrieren, gibt es unterschiedlichste Möglichkeiten. Du kannst die Beere z.B. als getrocknete Frucht knabbern oder deinem Müsli zufügen, in Pulverform in deine Smoothies mischen oder als Saft genießen. Zudem werden die Beeren auch tiefgekühlt oder gelegentlich sogar frisch angeboten. Auf unserem Ernährungskärtchen Nr. 93 findest du ein leckeres Rezept für ein Apfel-Gojibeeren-Kompott, für das du wahlweise frische, gefrorene oder getrocknete Beeren verwenden kannst.

 

Foto von Nienke Kollias auf Pixabay                                                          Foto von www.goji-plantage.de


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Frank Seeger stellt seine Sportart vor

Triathlon ist die „Königsdisziplin“ bei den Ausdauersportarten. Die Wettkämpfe sind eine Kombination aus den Einzelsportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen und beanspruchen daher nicht nur das Herz-Kreislauf-System der Sportlerinnen und Sportler, sondern auch unterschiedliche, über den gesamten Körper verteilte Muskelgruppen. Damit ist diese Sportart prädestiniert für eine professionelle Trainingssteuerung in Form von Leistungsdiagnostik und Trainingsplanung. Frank Seeger ist einer der Sportler, die von einer Betreuung durch die toMotion-Trainingsexperten profitieren. Ein einschneidendes Erlebnis hat den kaufmännischen Geschäftsführer eines Unternehmens der Branche der erneuerbaren Energien,der 2021 seinen fünfzigsten Geburtstag feiert, zum Triathlon gebracht. In seiner Jugend Hochleistungsschwimmer, entwickelte sich Frankals Erwachsener zum Workaholic undSportmuffel und verdoppelte sein Körpergewicht nahezu. Dies wurde ihm an Silvester 2016 schmerzlich bewusst und so startete er seine zweite sportliche Karriere in der Sportart Triathlon. Dafür nahm er innerhalb von kurzer Zeit 25 Kilo ab und bestritt bereits 2018 seinen ersten Triathlon-Wettkampf in der „Olympischen Disziplin“ (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen). 2019, mit Trainings-Unterstützung durch Andrea Potratz von toMotion, folgte der erste Halbdistanz-Ironman, für 2022 hat er sich einen Volldistanz-Ironman (3,8 km / 182 km / 42,2 km) vorgenommen. Sein großes Ziel ist die Qualifikation für den Ironman auf Hawaii (angedacht für 2024/2025). Frank lebt nach dem Motto „ganz oder gar nicht“… In unserem Interview erzählt der Berg-Enthusiast, wie er zum Triathlon kam, wie er für seine Sportart trainiert und worauf es aus seiner Sicht beim Triathlon in Training und Wettkampf besonders ankommt.

Hallo Frank, bitte stelle dich kurz vor.

Mein Name ist Frank Seeger. Ich bin gerade noch so 49 und wohne seit mittlerweile fast zehn Jahren im Allgäu (Eisenharz). Zuvor hatte ich über 30 Jahre im Großraum Stuttgart gelebt und gearbeitet, bevor mich der Beruf – nicht die Liebe – in diese wunderschöne Region zog.

Was möchtest du uns aus deinem Privatleben verraten?

Familienfoto von 2019

Im Juni 2021 bin ich 20 Jahre mit meiner Frau Katrin verheiratet. Wir können uns glücklich schätzen, drei gesunde und liebenswerte Kinder zu haben (16, 17 und 19 Jahre alt). Ich selbst arbeite leider seit ca. vier Jahren nicht mehr hier in der Gegend und pendle aus beruflichen Gründen jede Woche für vier Tage in den Raum Ansbach. Da ich mich dort in verantwortlicher Stellung für den finanz- und kaufmännischen Bereich einer internationalen Unternehmensgruppe mit > 500 Mitarbeitern befinde, sind Geschäftsreisen nicht unüblich. Die Abwesenheit wäre also so oder so zu einem gewissen Teil gegeben. Da ich mich bei meinem vorherigen Arbeitgeber im Raum Allgäu auch zu rund 50% in Asien oder Afrika aufgehalten hatte, haben wir, als der Wechsel anstand, „im Familienrat“ beschlossen, dass ein Umzug in den Raum „Fränkische Seenplatte“ nicht zur Disposition stand. Wir waren und sind immer noch von der „Faszination Berge“ gefangen. Wer will schon Berge gegen „Erdkrümmung“ – ähm nahezu Flachland eintauschen? Nach inzwischen vier Jahren kann ich nur sagen, es war die definitiv richtige Entscheidung.

 

2019: Staffeltriathlon mit dem Familienteam „The black sheep“. Links der Zieleinlauf von Läuferin Svenja, flankiert von Bruder Sören (Radfahren) und Papa Frank (Schwimmen).

Welche Sportarten betreibst du und seit wann?

Ich habe mit dem Triathlon am 02.01.2017 begonnen. Warum ich das so genau weiß? Kleiner Schwank aus den bis dahin härtesten zehn Minuten meines Lebens:

31.12.2016 23:45h:    Es ist Silvester. Wie jedes Jahr beschließen wir, nach draußen zu gehen, um anzustoßen und ein paar wenige Böller los zu lassen.

31.12.2016 23:46h:    Ich gehe zur Garderobe. Es soll kalt sein heute Nacht, also ziehe ich meine dicke Winterjacke an. Ich stelle mir die Frage, ob ich
                                   eher warmes oder eher leichtes Schuhwerk anziehe.

31.12.2016 23:47h:    Ich entscheide mich für die warme Version, schnappe mir die Schuhe und setze mich – geschafft von der Entscheidung und der
                                   Anstrengung des Aufstehens und Anziehens der Winterjacke - wieder auf unsere Sitzbank im Flur, um mir die Schuhe zu
                                   schnüren.

31.12.2016 23:49h:    Linker Hausschuh aus, Schnürschuh an. Nun die Herausforderung: Schuhe binden! Ich werde kurzatmig, halte die Luft an. Richte
                                   mich wieder auf, da die Zeit des Luftanhaltens zu kurz war, um die Schuhe zu schnüren.

31.12.2016 23:50h:    „Verdammt!“, fährt es mir durch den Kopf. Die Kompression meines Fettgewebes, das gefühlte Zusammenquetschen meiner
                                   Innereien wie eine Zitrone stellen für mich in dieser Nacht eine ungeahnte Hürde dar. Die Weihnachtszeit 2016 und eine weitere
                                   Gewichtszunahme von acht Kilogramm fordern ihren Tribut. Als ehemaliger Hochleistungssportler Schwimmen (damals noch
                                   weit, nicht tief) weiß ich zu kämpfen. Aufgeben gibt es nicht!

31.12.2016 23:53h:    Drei weitere Minuten kämpfe ich bis nahe an die Bewusstlosigkeit, um diese beiden besch… Schuhe an meine Füße zu „tackern“.
                                   Vor meinen Augen läuft ein Film ab: 100 m Freistil zu meinen besten Zeiten - 56,6 Sekunden. Die Arme schmerzen die letzten 25
                                   Meter, die Lunge brennt, dem Übergeben nahe. Die Ähnlichkeit der Situationen ist für mich zu diesem Zeitpunkt verblüffend und
                                   zugleich ernüchternd.

31.12.2016 23:55h:    Geschafft. Zwei Schuhe sind an meinen Füßen, Silvester nicht verpasst. Der Entschluss ist gefasst: es muss sich was ändern, so
                                   kann es nicht weitergehen!

Wie in meinem 10-Minuten-Zeitraffer erwähnt, habe ich in meiner Jugend ca. zehn Jahre Hochleistungssport Schwimmen betrieben. Ich war im Baden-Württembergischen Jugendkader mit dem Ziel, irgendwann gut genug zu sein, um an Europameisterschaften teilzunehmen. „Kampfgewicht“ zwischen 63 und 65 kg bei 1,84 m Größe. Damals habe ich darum gekämpft, nicht unter dieses Gewicht zu rutschen. Tägliche Mindestration: 6.000 Kalorien, um nicht weiter abzunehmen. Trainingszeit pro Woche: 35 - 38 Stunden. Kampfgewicht am 02.01.2017 – 116,3 kg. Was für eine Entwicklung!

Triathlon hatte mich zu meiner Schwimmerzeit (bis ca. 1990) bereits extrem gereizt, ich bin aber dem reinen Schwimmsport (und Wasserball) bis dahin immer treu geblieben. Anschließend habe ich dann 25 Jahre lang keinen Sport mehr ausgeübt. Als mir klar wurde, ich will und muss wieder Sport treiben, kam für mich nichts anderes als Triathlon in Frage.

Könntest du uns die Sportart Triathlon kurz vorstellen?

Triathlon ist eine Kombination der Sportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen. Die drei Sportarten werden nacheinander, ohne Pause, durchgeführt. Die Pause besteht lediglich darin, sich ggf. umzuziehen bzw. die Kleidung für das Radfahren oder Laufen anzupassen.

Eine besondere Herausforderung im Wettkampf liegt beim Wechsel von einer in die andere Sportart sowie darin, sich das Rennen richtig einzuteilen. Gerade im Age-Grouper-Bereich ist es spannend, dass man relativ gut merkt, wer – aus der Jugend kommend – wo seine Stärken hat. Das macht es irgendwie auch interessant und abwechslungsreich. Das Umfeld und die Wettkämpfe machen wirklich Spaß. Irgendwie wie eine kleine Familie. Und: Ich liebe die Pasta-Partys am Abend zuvor :-).

Wie bist du zu diesem Sport gekommen und was bedeutet er dir?

Grundsätzlich wie zuvor ausgeführt. Zusätzliches:

Der Sport ist für mich – gerade als Spätstarter – optimal. Da ich selbst ca. fünf Jahre lang Schwimmtrainer war und dabei mein Glück auch immer wieder mit Erwachsenen versucht hatte, kann ich bestätigen, was in Büchern zum Triathlon steht: Wer bereits gut schwimmen kann, hat als Spätstarter Vorteile. Schwimmen im Erwachsenenalter zu lernen oder erheblich zu verbessern, ist extrem schwierig und zeitintensiv. So kann ich mein Training auf meine schwächeren Disziplinen - Laufen und Radfahren - fokussieren. Eine Stunde Training die Woche reicht, um bei 1.900 m Schwimmdistanz nach ca. 30 Minuten aus dem Wasser zu kommen. Sicherlich wären noch bis zu zehn Minuten Verbesserung möglich. Der Trainingseinsatz würde jedoch in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen. Beim Laufen und Radfahren hingegen habe ich in Summe noch ein Potential von Stunden …

Zudem ist Triathlon, was das Training betrifft, für mich optimal. Wenn ich im europäischen Ausland unterwegs bin, findet sich immer die Möglichkeit, irgendwo zu laufen. Teilweise habe ich auch mein Fahrrad dabei (je nachdem MTB oder Rennrad). Auch ein Neoprenanzug befindet sich im Auto, um ggf. im Raum Ansbach oder unterwegs in einen See zu springen und kurz eine Stunde zu trainieren.

Der Triathlonsport bedeutet für mich Abwechslung und Kraft tanken. Es ist wie ein „reboot“ meiner Gedanken und meines Kopfes. Nach dem Ende meiner schwimmsportlichen Laufbahn hatte ich mich in die Arbeit gestürzt. Wöchentliche Arbeitszeiten unter 70 Stunden waren die Ausnahme. Man konnte mich, und manche tun das sicherlich immer noch, als Workaholic bezeichnen. Eine Zeit lang bestand mein Leben nur noch aus Arbeiten, Essen, Schlafen. Also keine Bewegung, aber sehr viel „Nerven-Nahrung“. Mittlerweile nutze ich die Trainingszeiten, um meine Gedanken zu sortieren. Zusätzlich habe ich,seit ich ca. 25 kg Gewicht verloren habe und regelmäßig meinen Sport mache, keinerlei Gelenkprobleme mehr. Mir geht es rundherum gut. Bei meinen Fahrradtouren (im Urlaub oder auch daheim) lerne ich die Umgebung ganz anders kennen. Gerade im Sommer genieße ich es, bereits morgens um fünf oder sechs Uhr zu starten, mehr oder weniger alleine unterwegs zu sein und zu sehen, wie die Sonne die Berge erklimmt. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich nun auch konzentrierter und intensiver – und vor allem weniger – arbeite. Sprich trotz relativ hoher Trainingsintensität geht der berufliche Output nicht verloren. Die Arbeit ist letztlich effizienter und effektiver geworden.

Wie trainierst du (was und wie viele Stunden pro Woche)?

Ich trainiere so, wie Andrea es mir befiehlt :-). Mein erstes Ziel 2018 war, die olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) in Hamburg zu absolvieren. Das habe ich damals noch ohne externen Trainer gemacht. Trainingszeit die Woche ca. 6 - 8 Stunden. Das nächste Ziel war dann 2019 die Halbdistanz Ironman (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 21,1 km Laufen). Mein Wettkampf fand in Österreich in Zell am See statt. Es war mir klar, dass ich hier nicht ohne externe Hilfe auskommen würde - dafür ist mein Anspruch zu hoch. Was ich auf keinen Fall wollte war, im Wettkampf „blau zu gehen“, weil ich eine falsche oder schlechte Vorbereitung hatte. Seit Dezember 2018 ist Andrea Potratz von toMotion meine „Trainings-Chefin“. In der Vorbereitung auf den Halbdistanz Ironman lag mein Trainingsaufwand von Dezember 2018 bis August 2019 bei ca. 13 Stunden pro Woche. Neues Ziel für 2021 (wegen Corona nun verschoben auf 2022): Volldistanz Ironman – 3,8 km Schwimmen, 182 km Radfahren, 42,2 km Marathon. Zeitbedarf nun 14 - 16 Stunden die Woche.

Bei Andrea mache ich zwei Mal im Jahr Leistungsdiagnostiken, um zu sehen, wo ich stehe. Überwiegend am Wochenende finden die langen Trainingseinheiten – speziell  Radfahren Samstag/Sonntag jeweils 4 - 6 Stunden – statt. Unter der Woche dann eher das Lauf-, Kraft- und Schwimmprogramm. Die kürzeren Einheiten kann ich besser zwischen, vor oder nach geschäftliche Termine packen. Die Entscheidung fällt dann oft kurzfristig. Morgens um 5 Uhr schnell noch joggen, oder doch noch kurz die Mittagspause verlängern, einen Termin verschieben und in den kleinen Brombachsee zum Schwimmen gehen. Zum Glück bin ich bei meiner zeitlichen Einteilung extrem flexibel und kann alles ggf. kurzfristig anpassen.

Worauf kommt es beim Triathlon bei Training und Wettkampf besonders an?

Da bin ich, glaube ich, zu wenig Profi, um eine saubere Expertise abzugeben. Ich kann nur meine Eindrücke darstellen und sagen, was bei mir funktioniert.

Das wichtigste im Wettkampf für mich ist, mit dem Schwimmen erst einmal in den Wettkampf zu finden. Nicht überpacen und zu viel wollen - man hat ja noch ein paar Stunden vor sich. Da Triathlon ein Ausdauersport ist, schaue ich, dass sich mein Puls beim Radfahren und Laufen zwischen 150 und 160 bewegt, bis auf die letzten 30 - 60 Minuten. Ein weiterer Anker ist eine ausreichende Wasser-/Getränkeaufnahme und entsprechend Nahrung. In den zwei Wochen vor den Wettkämpfen trinke ich eher in Richtung drei Liter täglich, um den Wasserspeicher aufzufüllen. Bin damit bisher immer gut gefahren, auch wenn wahrscheinlich nicht wissenschaftlich erwiesen :-). Bananen und Riegel funktionieren bei mir als Nahrungsaufnahme am besten. Die scheußlichen Gels verwende ich erst in den letzten ca. 1 bis 1,5 Stunden. Auch eine gute Frühstücksgrundlage vor dem Wettkampf – wenn auch schon zwischen vier und fünf Uhr morgens, da die Starts bei der Voll- und Halbdistanz recht früh sind – ist wichtig. Hier esse ich meist ein bis zwei Toasts oder helle Brötchen mit Marmelade oder dergleichen. Ist inzwischen schon so etwas wie ein Ritual.

Beim Training achte ich darauf, dass ich das einhalte, was Andrea mir schreibt :-). Ehrlich gesagt bin ich ganz froh darüber, dass ich sonst auf nichts achten muss. Für die Grundlagenausdauertrainings ist es im Allgäu schon schwer genug, einigermaßen ebene Fläche zu finden, um fünf bis sechs Stunden Rad zu fahren oder 1,5 Stunden zu laufen…

Ansonsten kann ich nur dazu raten, gutes Schuhwerk zu kaufen, sonst macht man sich nur die Füße und Beine kaputt. Ich habe den Vorteil, dass meine Gelenke durch meinen Sport in der Jugend nur wenig belastet sind. Bei Fußballspielern sieht das wahrscheinlich schon anders aus. Ich bin von Anfang an in einen Schuhladen gegangen, welcher auf Laufschuhe spezialisiert ist, meine Beine vermessen hat und darauf geschaut hat, dass die Schuhe zu mir passen. Seitdem hatte ich nie Probleme mit meinen Gelenken.

Wie gut schaffst du es, dein Training und die Wettkämpfe mit Beruf, Familie und Freunden in Einklang zu bringen?

Ich denke recht gut, das ist einfach eine Frage des Wollens. Es ist so wie alles im Leben: wenn man es gerne macht, es einem wichtig ist und man sich klar ist, welchen Nutzen man für sich persönlich daraus zieht, dann ist es keine Belastung, diesen Einklang hinzubekommen. Natürlich hängt das auch am Partner und an der Familie. Inwiefern man gegenseitig die Veränderung zulässt und aufeinander zugeht. Meine Frau würde sagen, bei mir gibt und gab es schon immer nur „schwarz oder weiß“, „ganz oder gar nicht“. „Etwas Sport“ liegt mir nicht. Ich benötige ein Ziel, letztlich auch den „Druck“ - wobei es für mich nicht Druck ist, sondern die Freude auf das, was ich erreichen werde. Ich weiß aber auch, an dem Tag, wo ich beginne „faul“ zu werden, fange ich wieder an, dauerhaft weniger zu tun. Zum Glück hat sich der 31.12.2016 eingebrannt. 116,3 kg sind keine Option!

Ich glaube, dass auch meine Familie und Freunde etwas davon haben. Ich habe zwar weniger Zeit, bin dafür aber auch ausgeglichener. Da mir auch meine Frau und meine Familie wichtig sind, versuche ich Trainingseinheiten auf den frühen Morgen zu legen, wenn die Familie noch schläft, damit die gemeinsame Zeit nicht so belastet ist. Nachdem meine Frau und ich dieses Jahr nach 20 Jahren Abstinenz wieder Motorräder angeschafft haben und dazu noch einen genialen Gasgrill, habe ich schon im Spaß gesagt: „Jetzt wird das Wochenende stressig: Familie, Freunde, Grillen, Motorrad, Sport … und dann noch etwas arbeiten.“ :-)

Passt du deine Ernährung an den Sport an und wenn ja, worauf achtest du?

Ehrlich gesagt glaube ich zu wenig, aber schon viel, viel mehr als zu meiner 116,3 kg-Zeit. Es sind immer solche Phasen. Derzeit fällt es mir wieder schwerer, weshalb ich mich auch nicht auf das Gewicht heruntergearbeitet habe, wo ich gerne wäre. Momentan sind das 95 kg, geplant für die Wettkämpfe 85 kg. In meiner Abnehm-Zeit kam der größte Effekt daraus, dass ich das, was ich gegessen hatte, in einer App erfasst habe, um nicht über die Kalorienzahl pro Tag zu kommen. Das alleine hat bereits 20 kg herunter purzeln lassen. Damit einher ging automatisch, keine Chips, Süßigkeiten, weniger Wurst, mehr Gemüse etc. zu essen. Mit meinem nächsten sportlichen Ziel werde ich hier aber sicherlich nochmals intensiven Rat bei Andrea holen, um mich auch dadurch noch zu verbessern.

Gibt es für dich noch etwas anderes als Beruf und Sport?

Siehe oben: Motorrad, Grillen, Familie… Mit Wohnwagen oder jetzt mit Motorrad verreisen. Mit meiner Frau und einem Freund hatte ich 1999 eine 10-Tages-Tour mit den Motorrädern nach Irland gemacht. 2000 dann nach Sardinien und Korsika.

 

Auch bei Motorradtouren sind eine Badehose, ein Neopren oder Laufschuhe immer dabei. Meine Ducati Multistrada kann so manches laden. Mein Sohn ist dabei, ebenfalls noch den A2 und A-Führerschein zu machen und so freuen wir uns darauf, in Zukunft mit unseren Kindern ggf. mit drei oder vier Maschinen Ausfahrten vom Allgäu aus in die Berge, nach Italien, in die Schweiz oder nach Österreich zu machen.

Was hast du in deiner Sportart schon erreicht?

Im Triathlon habe ich 2018 in Hamburg an der olympischen Disziplin teilgenommen. Ich war mit einer Zeit von 2:42 Std. absolut happy.

 

Dann 2019 die Teilnahme an meinem ersten Halbdistanzrennen Ironman in Zell am See. Ankunftszeit dort nach 6:17 Std. Nicht ganz mein erhofftes Ziel von unter 6 Std.. Der Bergaufstieg war doch zäher und hat mich mehr Zeit gekostet als gedacht. Aber ich habe das Rennen in vollen Zügen genossen. Bestes Sonnenwetter, nicht zu warm und: nicht blau gegangen. Ein Traum!

 

Welche sportlichen Ziele hast du dir für die kommende Saison gesetzt?

Das nächste Ziel ist der 140.6 Ironman – Volldistanz Triathlon. Start dann hoffentlich im Sportjahr 2022. Meine Gedanken kreisen aber bereits um das nächste Ziel, das ich danach angehen möchte (Andrea! Aufpassen! :-)). Erreichen der Qualifikation für den Ironman auf Hawaii. Realistisches Erreichen dann für 2024/2025. Auf Hawaii zu starten wäre dann wirklich der Höchste aller Träume.


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Herausforderungen für Mountainbiker, Roadracer und Wanderer

Roland Stauder ist eine Legende. Der Südtiroler blickt auf eine beeindruckende Mountainbike-Profikarriere zurück mit WM-Teilnahmen, einem Gesamtsieg bei der Transalp Challenge, einem Triumph bei der UCI World Series Marathon und unzähligen Podiumsplatzierungen bei namhaften Mountainbike-Marathons. Am Ende seiner langen Profikarriere hat sich Roland Stauder einen weiteren Traum erfüllt und den Stoneman ins Leben gerufen. Beginnend mit einer Tour in seiner Heimat, den Dolomiten, hat er inzwischen fünf Stoneman-Varianten in fünf verschiedenen Ländern Europas ausgetüftelt, die alle einem einzigen Motto folgen: „Der Stoneman-Trail ist sportliches Abenteuer, das mit einem Traum beginnt und mit einem tiefgreifenden Erlebnis endet.“ In unserem heutigen Titelbeitrag möchten wir dir das Stoneman-Konzept vorstellen und es dir als tolle Alternative zu eventuell ausfallenden Mountainbike-Rennen in der Saison 2021 ans Herz legen. Denn eine Stoneman-Tour kann innerhalb der Stoneman-Saison jederzeit, von verschiedenen Startpunkten aus und entweder allein oder mit Gleichgesinnten in Angriff genommen werden.

„Mit dem Stoneman-Konzept bin ich zurückgekehrt zu meinen Anfängen“, erklärt Roland Stauder, der „Vater“ des Stoneman, der in den Dolomiten aufgewachsen ist. „Ich möchte euch mitnehmen in eine Welt voller Emotionen, um euch das Gefühl zu geben, um das es uns eigentlich gehen sollte: nicht um Leistung, nicht um Technik, sondern um das Naturerlebnis. STONEMAN steht für sportliche Abenteuer, die man mit einem Traum beginnt und mit einem tiefgreifenden Erlebnis beendet.“.

Beginnend mit dem Ur-Stoneman, dem „Stoneman Dolomiti“ in der Heimat von Roland Stauder, gibt es inzwischen fünf Stoneman-Touren für Mountainbiker in fünf verschiedenen Ländern Europas:

  • Stoneman Miriquidi (Deutschland/Erzgebirge): 162 Kilometer / 4100 Höhenmeter
  • Stoneman Dolomiti (Italien/Dolomiten): 120 Kilometer / 4000 Höhenmeter
  • Stoneman Taurista (Österreich/Niedere Tauern): 123 Kilometer / 4500 Höhenmeter
  • Stoneman Glaciara (Schweiz/Wallis): 127 Kilometer / 4700 Höhenmeter
  • Stoneman Arduenna (Belgien/Ardennen): 176 Kilometer / 3400 Höhenmeter

Die Touren sind durchgehend beschildert, so dass die Orientierung kein Problem darstellen dürfte. Jeden Stoneman gibt es in drei Varianten: je nachdem, ob du die Tour in drei, zwei oder einem Tag bewältigst, kannst du am Ende die begehrte Stoneman-Trophäe in Bronze, Silber oder Gold mit nach Hause nehmen. Die Trophäen werden von Roland Stauder in Handarbeit angefertigt, jeweils mit einem Felsbrocken aus der Region, wo du deinen Stoneman absolviert hast. Die Stoneman-Trophäen sind ein begehrtes Sammlerobjekt für abenteuerlustige Sportler mit Bewegungsdrang. Zusätzlich wirst du auf der Stoneman-Homepage als Finisher/in eingetragen.

Beginnen kannst du deinen Stoneman innerhalb der jeweiligen Stoneman-Saison an jedem beliebigen Termin. Für jede Stoneman-Tour gibt es einen offiziellen Saisonstart und ein Saisonende. Diese sind im Jahr 2021:

Stoneman Arduenna: 16. April 2021 – 15. September 2021
Stoneman Miriquidi: 30. April 2021 – 31. Oktober 2021
Stoneman Dolomiti: 3. Juni 2021 – 3. Oktober 2021
Stoneman Taurista: 10. Juni 2021 – 26. September 2021
Stoneman Glaciara: 25. Juni 2021 – 24. Oktober 2021

Pro Tour sind verschiedene Startpunkte möglich, an denen du dir dein Starterpaket und am Ende deine Trophäe abholen kannst. Außerdem gibt es entlang der Strecken eine ganze Reihe von Unterkünften, die speziell auf die Bedürfnisse von Stoneman-Fahrerinnen und Fahrern eingerichtet sind (Bike-Garagen, Bike-Wash, Infos zur Strecke etc.).

Da die Stoneman-Idee bei Mountainbikern eingeschlagen hat wie eine Bombe, wurde der Ruf nach Stoneman-Touren für andere Sportarten laut. Inzwischen gibt es neben den fünf MTB-Stoneman-Touren zwei weitere Touren für Rennradfahrer (Dolomiti und Miriquidi Road) sowie in den Dolomiten jeweils eine Tour für Wanderer/Trailrunner (Dolomiti Hike) und für Kinder (Dolomiti Kids).

Das Startgeld für die Touren ist erschwinglich. Ein Starterpaket umfasst (je nachdem, für welches du dich entscheidest) u.a. aktuelle Informationen zur Tour, den GPS-Track, ein Starter-Armband, ein digitales Abo des BIKE-Magazins, nach erfolgreichem Tour-Abschluss den Eintrag in die Finisher-Liste und ggf. weitere Goodies. Gegen einen Aufpreis kannst du am Ende deiner Tour eine Stoneman-Trophäe mit nach Hause nehmen.

Speziell für die Corona-Jahre 2020 und 2021 hat Roland Stauder in Zusammenarbeit mit dem BIKE Magazin die Grand Tour 20/21 ins Leben gerufen. Dabei stehen zwei Starterpakete zur Wahl: Für die „Champ-Version“ kannst du dir drei Stoneman-Abenteuer vornehmen. Für diejenigen, die „all in“ gehen, wurde das „Legend-Paket“ geschnürt, mit dem du fünf Stoneman-Touren fahren kannst. Auch hierfür gibt es eine Finisher-Liste auf der Stoneman-Homepage, die einen würdigen Ersatz für entfallene Marathon-Platzierungen darstellt.

Wir sind der Meinung, dass die Stoneman-Touren eine tolle Idee sind für die Mountainbike-Saison 2021. Zeitlich flexibel und sportlich herausfordernd stellen sie eine spannende Alternative dar, falls Race-Möglichkeiten auch in diesem Jahr nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Buche dein Starterpaket, schwing dich auf dein Bike und berichte uns anschließend von deinen Abenteuern!

Jan Finster, der unserem Mountainbike-Team toMotion Racing by black tusk angehört, hat sich gemeinsam mit André Haußmann übrigens bereits zwei Stoneman-Trophäen in Gold  erarbeitet und war begeistert von den beeindruckenden Touren. Hier findest du seine Berichte:

Stoneman Miriquidi: Auf der Jagd nach dem goldenen Stein (2019)  

Bis an die Leistungsgrenzen beim Stoneman Taurista (2020)

  

Taurista 2020, Gipfelkreuz Rossbrand                    Miriquidi 2019, Checkpoint Rabenberg

Ben Cloudt, Mitglied des toMotion Nachwuchs Teams TNT, kennt Roland Stauder von einem dreitägigen Stoneman Dolomiti im Jahr 2017 persönlich und hat  Ende 2019 mit ihm eine Skitour zu den Drei Zinnen unternommen. Seinen Bericht darüber findest du hier:

Skitour zu den Drei Zinnen – Überraschungstour mit „Mr. Stoneman“ Roland Stauder

Ben Cloudt (links) mit Roland Stauder

Im Folgenden möchten wir dir die verschiedenen Stoneman-Varianten für Mountainbiker (5), Roadracer (2), Wanderer (1) und Kids (1) noch kurz vorstellen.

Roland Stauder am 19.4.2021:„Mir persönlich ist nicht wichtig, dass viele die Stoneman-Strecken fahren. Aber jeder der fährt soll dabei tolle Emotionen erleben. Und wenn ich dann noch durch Stoneman tollen Menschen begegne, dann ist das der eigentliche Wert meiner Arbeit.“

Stoneman Dolomiti (Italien): Rau und intensiv (https://www.stoneman.it)

Begonnen hat alles mit dem „Ur-Stoneman“, dem Stoneman Dolomiti in Italien. Über 120 Kilometer schlängelt sich die Tour quer durch die Dolomiten, führt die Teilnehmer an Sexten, Toblach, Marchkinkele, Sillian, der Leckfeldalm, der Sillianerhütte, dem Passo Silvella, Padola und der Rotwand vorbei und umfasst schließlich 4000 Höhenmeter. Die Strecke verläuft im hochalpinen Gelände in Höhen zwischen 1000 und 2500 Metern über NN, wobei die Anstiege zum Teil sehr steil und einige Passagen recht ausgesetzt sind. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Voraussetzung für die Bewältigung des Stoneman Dolomiti. Mögliche Startpunkte sind Sexten, Toblach und Sillian – dort bekommst du dein Starterpaket und dort wartet nach erfolgreichem Abschluss der Tour deine Stoneman-Trophäe auf dich. Zusätzlich zum Stoneman Dolomiti für Mountainbiker gibt es die Versionen Dolomiti Road (193 km / 4700 hm), Dolomiti Hike (56 km / 3350 hm) und Dolomiti Kids (Bike 14 km / 200 hm, Hike 6 km / 400 hm) – siehe weiter unten.

Stoneman Miriquidi (Deutschland/Tschechien): Echt undursprünglich (https://www.stoneman-miriquidi.com),

In seiner Ur-Version umfasst der Stoneman Miriquidi zwei Länder, neun Gipfel und 4400 Höhenmeter. Über 162 Kilometer schlängelt sich die Strecke durch den Dunkelwald des Erzgebirges und touchiert unter anderem das TrailCenter Rabenberg, wo du überschüssige Energie spaßoptimiert verpulvern kannst. Aufgrund der coronabedingten Grenzschließung zu Tschechien gibt es 2021 eine C-Edition des Stoneman Miriquidi (ein Land, fünf Talsperren, sechs Gipfel), deren Route ausschließlich innerdeutsch verläuft. Sobald die Grenze wieder geöffnet ist, kannst du auch die Originalversion des Stoneman Miriquidi befahren – dann in digitaler Form über Stoneman Now. Auch vom Stoneman Miriquidi gibt es eine Version für Roadracer (siehe weiter unten).

Stoneman Glaciara (Schweiz): Mächtig und mystisch (https://www.stoneman-glaciara.com)

Gletscher, Gipfel und große Gefühle: das ist der Stoneman Glaciara in der Schweiz. Er ist der technisch und konditionell anspruchsvollste Stoneman. Über 127 Kilometer und 4700 Höhenmeter schlängelt sich die Strecke hinauf zum Großen Aletschgletscher, dem mächtigsten Eisstrom der Alpen. Über allem prangt das Breithorn. Der Weg auf knapp zweieinhalbtausend Meter ist der Königsanstieg des Glaciara – eine alte Militärstraße mit 14 Spitzkehren und 1600 Höhenmetern hinauf zum Pass. Oben angekommen: Stille. Der fahrtechnische Anspruch des Stoneman Glaciara reicht überwiegend von S0 bis S2 mit wenigen S3- bzw. Schiebepassagen. Teilweise ist der Streckenverlauf ausgesetzt. Die entsprechenden Stellen sind ausgeschildert sowie im offiziellen Kartenmaterial markiert. Gold ist daher nur für technisch versierte und absolut fitte Mountainbiker erreichbar. Falls du zweifelst, nimm dir für deine erste Fahrt ausreichend Zeit und probiere vielleicht erst einmal Silber oder Bronze.

Stoneman Taurista (Österreich): Wild und urig (https://www.stoneman-taurista.com)

Auf 123 Kilometern über gewaltige 4500 Höhenmeter zu atemberaubenden Panoramen – der Stoneman Taurista in Österreich führt dich zu satten Almwiesen, urigen Berghütten und den Gipfelkreuzen des Salzburger Landes. Die eindrucksvolle Bergkulisse rund um Flachau, Wagrain-Kleinarl, Altenmarkt-Zauchensee, Radstadt, Forstau und Obertauern bildet die Kulisse für dieses außergewöhnliche Mountainbike-Abenteuer. In frei wählbaren Etappen ist der Stoneman Taurista dein ganz individuelles Mountainbike-Abenteuer. Von Altenmarkt aus lockt der 1.768 Meter hohe Rossbrand: ein überwältigender Rundumblick auf über 150 markante Alpengipfel – wie Dachstein, Bischofsmütze und dem Großglockner in den Hohen Tauern – ist der Lohn.

Stoneman Arduenna (Belgien): Belebend und kraftvoll (https://www.stoneman-arduenna.com)

3.900 Höhenmeter, 176 Kilometer, unglaubliche Weiten: Der Stoneman Arduenna ist das exklusive Mountainbike-Erlebnis von Roland Stauder in Belgien. Mit dem Arduenna expandiert der Stoneman-Erfinder bereits in das fünfte Land - im Sommer 2020 startete der Stoneman Arduenna in seine allererste Saison. Er lockt leistungsorientierte Mountainbiker ebenso wie Freizeitsportler in die Eifel-Ardennen-Region von Ostbelgien. „Arduenna“ kommt aus dem Keltischen und bedeutet Hochland. Bei der belgischen Ausgabe des Stonemans erkundest du in welligem Auf und Ab weite Landschaften und dichte Wälder. Der Trail-Anteil auf dem neuen Stoneman addiert sich auf rund ein Viertel der Gesamtstrecke. Die Trails sind schmal, die Anstiege oft kurz und knackig, die Wege zumeist menschenleer. Erde dich und tanke Kraft auf deinem Bike!

Stoneman Dolomiti Road (Italien -https://www.stoneman.it/de/content/dolomiti-road)

Der Stoneman Dolomiti Road ist eine Straßen-Radrundfahrt im italienischen Hochpustertal, bei der du im Verlauf von 139 Kilometern und 4700 Höhenmetern sieben Pässe der Dolomiten überwindest. Die Route führt dich über den Passo Cimabanche (1530 m), Passo Falzarego (2100 m), Passo Giau (2236 m), Passo Tre Croci (1809 m), über die Drei Zinnen (2320 m), Passo Sant Antonio (1476 m) und den Passo Montecroce (1640 m). Mögliche Startpunkte sind Sillian, Padola und Innichen. Beim Stoneman Dolomiti Road ist die Strecke nicht durch Stoneman-Symbole markiert. Die Teilnehmer erhalten in ihrem Startpaket eine Karte mit Höhenprofil.

Stoneman Miriquidi Road (Deutschland/Tschechien - https://road.stoneman-miriquidi.com)

4.900 Höhenmeter, 13 giftige Rampen zwischen jahrhundertealter Bergbautradition und dem anstachelnden Leistungssportvermächtnis des Erzgebirges – das ist der Stoneman Miriquidi Road. Die einmalige, 290 Kilometer lange Strecke treibt jedem Rennrad-Fahrer das Laktat in die Beine und den Puls ans Limit. Die Original-Route verläuft in Deutschland und Tschechien, Corona-bedingt wird momentan die rein innerdeutsche, 26 Kilometer längere C-Edition angeboten.

Stoneman Dolomiti Hike (Italien - https://www.stoneman.it/de/content/dolomiti-hike)

Der Stoneman Dolomiti Hike ist ein Trekking-Abenteuer auf einsamen Pfaden in Südtirol. Die Rundstrecke ist 56 Kilometer lang und umfasst 3.350 Höhenmeter. Wanderer und Läufer können in den Stoneman-Ausgabestellen ein Starterpaket erwerben und starten mit Hilfe eines Roadbooks. Dabei gilt es, eine Karte an drei Checkpoints abzustempeln. Um den Stoneman Dolomiti Hike in drei Tagen zu bewältigen, solltest du Tagesetappen mit 1.500 Höhenmetern bewältigen können. Neben den bedeutenden Höhenunterschieden treten zum Teil auch ausgesetzte Stellen auf. Trittsicherheit ist damit Voraussetzung für den Dolomiti Hike! Die Route verläuft auf eingetragenen Wanderwegen und ist markiert, jedoch nicht separat mit dem Stoneman-Symbol. Du erhältst mit deinem Starterpaket eine Karte mit Höhenprofil sowie per Mail die GPX-Daten der Tour.

Stoneman Dolomiti Kids (Italien - https://www.stoneman.it/de/content/dolomiti-kids)

Der Stoneman-Kids ist ein spannendes sportliches Abenteuer für Kinder. Zuerst entscheidest du, ob du zu Fuß (ca. 6 Kilometer, 400 Höhenmeter) oder mit dem Rad (ca. 14 Kilometer, 200 Höhenmeter) den Stoneman-Kids erleben willst - und dann geht’s los! Eine Schatzkarte zeigt dir den Weg zum Ziel. In den Bergen und Wäldern,  Almen und Wiesen gibt es allerlei Spannendes zu entdecken. Halte dabei die Augen offen!  Unterwegs kommst du nämlich am Stony-Checkpoint vorbei. Drücke mit der dort hängenden Zange ein Symbol in deine Schatzkarte. Das Zeichen ist der symbolische Schlüssel zu deinem Schatz, den du am Finish-Punkt findest: Dort warten dein Stony und eine kleine Überraschung auf dich! Am Stoneman-Spirit-Info-Point in Sexten kannst du zusammen mit deinen Eltern die Schatzkarte (wahlweise Hike oder Bike) erwerben.