Trailrausch im nördlichen Schwarzwald: ein Rückblick auf das Trail-Technik-Camp Freudenstadt

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Als einer der ersten teaminternen Events der Saison 2018 wurde vom toMotion-Standort Nordschwarzwald ein Trail-Technik-Camp in Freudenstadt angeboten. Wer gezielt an seiner Technik feilen wollte, konnte dies unter der fachkundigen Anleitung von Cheftrainerin Andrea Potratz tun. Die anderen stürzten sich mit Begeisterung in das 250 Kilometer lange Trailnetz rund um Freudenstadt und Baiersbronn, um auf zahllosen Trails bergab wie bergauf den Schwarzwald zu erkunden.

Einige hatten beim Saison-Abschlusswochenende im Oktober 2017 bereits an der Trailvielfalt rund um Freudenstadt geschnuppert. „Sie hatten sich mit einem „da muss ich nochmal hin“ in mein Herz gebrannt“, erinnert sich Daniel Bürgin, Leiter des Standorts Südschwarzwald. „Es ist gleichermaßen erschreckend, was alles möglich ist (oder eben nicht), wenn sich eine Region zum Mountainbikesport bekennt. Während wir im Südschwarzwald immer noch mit gesperrten Trails und Wanderern sowie der generellen Zwei-Meter-Regel kämpfen, hat man rund um Freudenstadt ein 250 Kilometer langes Trailnetz aufgebaut, welches im Herzstück eine XC Bundesligastrecke trägt“.

Bei Kaiserwetter war am Samstag Anreise und zugleich Start zur ersten Tour bzw. zum Techniktraining. Trainerin Andrea nahm ihre sechsköpfige Gruppe für das Techniktraining zunächst mit auf eine Wiese, wo Grundlagen wie die Aktiv-Position auf dem Rad und die richtige Kurventechnik geübt wurden.  Bald schon wurde das Training auf den Pumptrack und später in den Rückgarden der Bundesliga-Strecke verlegt. Ein Schwerpunkt des Technik-Camps war das Spitzkehren-Fahren, welches auf dem 40-Kehren-Trail ausführlich geübt werden konnte.

  

  

Die restlichen Teilnehmer nahmen unter dem ortskundigen Guiding von Christian Ludewig zunächst die Trails rund um Baiersbronn unter die Stollen. „Geshuttled wurde nicht - das hervorragend beschilderte Trailnetz gilt es im wahrsten Sinne des Wortes zu „erfahren“:  die Anstiege sind kaum länger als 200 hm, mal auf dem Trail hoch, mal runter, mal beides. Die wenigen breiten Forststraßen dienten zum Quatschen (wir hatten uns lange nicht gesehen) und schon ging‘s weiter in den nächsten Trail“, fasst Daniel seine Erlebnisse zusammen. Auch Peter van Sterkenburg war begeistert: „Die von Christian gewählte Kombination der Trails war einfach göttlich. Einige Abfahrten waren bei der sonntäglichen Wanderer-Population zwar etwas grenzwertig, aber es hat richtig Spaß gemacht.“

„Die zweite Hälfte des Tourtages versuchten wir uphill Serpentinen zu fahren, 30 % Steigungen zu meistern und übten die eine oder andere technische Passage, die beim ersten Mal nicht so recht geklappt hatte“, erinnert sich Daniel. Die kleinen Anstiege summierten sich: 60 km und 1700 hm standen auf dem Tacho, bevor es in die letzte Abfahrt des Tages ging. Zum Abschluss gaben wir uns noch den Rockgarden und den Northshore-Trail der XC Strecke“. Belohnt wurden die Anstrengungen dann mit einem mehrgängigen Abendmenü im Hotel Teuchelwald. 

Mit leicht veränderter Besetzung startete am Sonntag der zweite Tourtag. Bis zum Mittagessen standen bei der Tour-Gruppe wieder Trails satt auf dem Programm. Die Technik-Gruppe hingegen feilte nochmals an ihrer Kurventechnik und versuchte sich dabei an schnellen Schotterkurven ebenso wie an langsamen Spitzkehren. Nachmittags folgte dann eine gemeinsame Abschlusstour beider Gruppen. „Es hat Mega-Spaß gemacht, mit solch einer Gruppe die Trails zu rocken!“, fasst Organisator Christian das Wochenende zusammen, und auch Daniel bedankt sich: „Ich hatte wieder viel Spaß mit euch, es bleibt die Erkenntnis „da muss ich nochmal hin“.“