Hardtail versus Fully

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Einsatzgebiete, Vor- und Nachteile

Inzwischen ist der Mountainbikesport mehrere Jahrzehnte alt und die Bikes sind zu hochentwickelten Sportgeräten mit unterschiedlicher Ausstattung für verschiedene Einsatzgebiete geworden. Vom Hobbybiker bis zum Hochleistungssportler findet jeder das zu seinen Ansprüchen passende Geländefahrrad. Ein typisches Merkmal des Mountainbikes ist die Federgabel am Vorderrad. Doch bereits an der Frage, ob auch das Hinterrad gefedert bzw. gedämpft sein sollte, scheiden sich die Geister. Ob für dich ein „Hardtail“ die richtige Wahl ist oder ob dir ein „Fully“ mehr Vorteile bietet, erfährst du in unserem Beitrag „Hardtail versus Fully“.

Das Hardtail (frei übersetzt: “harter hinterer Teil”) ist das ursprünglichste Fahrrad unter den Mountainbikes. Es besitzt, im Gegensatz zum Fully (vollgefedertes Bike), keinen Hinterbaudämpfer, sondern nur ein gefedertes Vorderrad. Ein Hardtail ist im Vergleich zum Fully günstiger in der Herstellung, hat ein geringeres Gewicht sowie weniger bewegliche Teile, die gewartet werden müssen. Die Ausstattung eines Hardtails kann sehr unterschiedlich ausfallen. Mit der gewählten Ausstattung variieren das Gewicht (in den meisten Fällen zwischen 8 und 13 kg) und der Preis.

Das Wort “Fully“ leitet sich vom englischen “Full Suspension“ ab und bedeutet “vollgefedert”. Daher verfügen diese Bikes neben einer Federung des Vorderrads auch über eine Hinterbaufederung bzw. -dämpfung. Damit werden Stöße durch Unebenheiten größtenteils abgefangen und ein sicheres Fahrverhalten gewährleistet. Im Vergleich zum Hardtail ist das Fully etwas schwerer und bei gleicher Ausstattung teurer. Aufgrund der Federelemente und der beweglichen Teile für die Dämpfungsfunktion, ist es auch wesentlich wartungsintensiver. Ein Fully wiegt in der Regel zwischen 9 und 17 kg.

Ein Hardtail ist auf Strecken ohne größere Hindernisse oder Unebenheiten empfehlenswert, etwa auf gut befestigten Wald- und Forstwegen oder auf dem Pumptrack. Dort punktet es mit seinem geringeren Gewicht. Wird es hingegen uneben, liegen die Nachteile eines Hardtails darin, dass es weniger Kontrolle und Stabilität aufweist als ein Fully, eine geringere Traktion besitzt und damit bei gleicher Fahrtechnik nur eine geringere Geschwindigkeit erlaubt. Zwei große Vorteile des Hardtails sind neben dem geringeren Gewicht auch der niedrigere Wartungsaufwand und der geringere Anschaffungspreis bei ansonsten gleicher Ausstattung.

 

Da beim Fully auch das Hinterrad gefedert bzw. gedämpft ist, eignet es sich besser als ein Hardtail für unebene Downhill- oder Singeltrail-Strecken mit Hindernissen. Sie lassen sich mit dem Fully schneller und mit mehr Komfort bewältigen als mit einem Hardtail – Schlaglöcher werden praktisch „überflogen“. Fullys sind erste Wahl bei technisch schwierigen Rennen, im Bikepark, auf einem Alpencross oder bei ähnlichen Unternehmungen. In der Regel lassen sich die Dämpfer auf „glatten“ Wegen und im Uphill auch sperren, wodurch sich die Kraftübertragung verbessert.

 

Es gibt unterschiedliche Fullys für verschiedene Anwendungsbereiche. Sie unterscheiden sich vor allem im Grad ihrer Dämpfung, dem sogenannten „Federweg“ (100 – 200 mm) und damit auch im Gewicht. Je schwieriger das zu bewältigende Gelände ist, desto größer kann der Federweg werden: vom All-Mountain-Bike (130 – 150 mm) über das Enduro-Bike (160 – 180 mm) bis hin zum Downhill-Bike mit bis zu 200 mm Federweg. Race-Fullys mit einem Federweg ab 100 mm werden – wie ihr Name schon sagt – vor allem bei technisch anspruchsvollen Marathonrennen oder Etappenrennen wie beispielsweise Transalp, Cape Pioneer oder Cape Epic eingesetzt. Das Gewicht variiert zwischen 9 kg (Race Fully) und rund 17 kg (Downhill-Bike). Im Rennen wählen viele versierte Biker jedoch sogar eher ein Hardtail, da hier das noch geringere Gewicht ein spürbarer Vorteil ist. Voraussetzung dafür ist jedoch Fahrtechnik – grundsätzlich kann man mit einem Hardtail jede Strecke bewältigen, wenn man über die entsprechenden Fahrtechnikkenntnisse verfügt. Ein Fully hingegen verzeiht mehr Fehler, ist aber ohne Fahrtechnikkenntnisse alleine auch kein Garant für Gelingen auf schwierigen Trails.

 

Die Entscheidung, ob für dich ein Fully oder ein Hardtail die richtige Wahl ist, hängt also von deinen Fahrtechnikkenntnissen sowie von deinen Vorlieben und Zielen beim Mountainbiken ab. Wenn es dir eher um die Bewegung in der Natur geht und du einfach die Option haben möchtest, neben Wald- und Forstwegen auch mal einen einfachen Trail zu fahren, kannst du dich guten Gewissens für ein Hardtail-Mountainbike entscheiden. Auch Racern mit guten Fahrtechnikkenntnissen können wir ein Hardtail uneingeschränkt empfehlen. Bist du hingegen eher auf schwierigeren Trails oder auf Rennen mit hohem Singletrail-Anteil unterwegs, ist für dich ein Fully vermutlich die bessere Wahl. Dann solltest du zugunsten von höherer Sicherheit, mehr Komfort und mehr Geschwindigkeit lieber etwas mehr Geld investieren und ein vollgefedertes Bike kaufen.

Oft sind Hardtails die Einstiegsmodelle für den Mountainbikesport. Sie kosten weniger Geld und in der Regel sind die Fahrtechnikkenntnisse der Mountainbike-Neulinge anfangs noch nicht so groß, dass schwierigere Trails bewältigt werden können. Verbessert sich im Laufe der Zeit deine Fahrtechnik und du hast zunehmend Spaß an technisch anspruchsvollen Strecken, dann lohnt es sich vielleicht, über die (zusätzliche) Anschaffung eines Fullys nachzudenken.

Das von toMotion zusammengestellte „Teambike“ von toMotion Racing by black tusk ist ein Hardtail in verschiedenen Ausstattungsvarianten. Es punktet vor allem mit seinen exzellenten Komponenten und seinem geringen Gewicht von nur 8,8 bis 9,7 kg. Grundlage des Bikes ist ein personalisierter Specter 9 Carbon-Rahmen von Müsing. Er wird mit den hochwertigen Produkten unserer Partner ausgestattet. Jedes Teambike verfügt über eine Piccola-Bremse von Trickstuff – aktuell die leichteste Bremse auf dem Markt, die nichtsdestotrotz mit besten Bremseigenschaften glänzt. Vorbau sowie Lenker und Sattelstütze sind von Syntace. Hier hast du bereits die Auswahl zwischen Alu und Carbon – die „Start“-Version unseres Teambikes ist mit ihren Alu-Komponenten etwas schwerer, aber auch günstiger als die „Race“- und „Pro“-Versionen. Auch Antrieb (SRAM), Gabel (Rockshox), Laufräder (Syntace) und Sattel (SQlab) stammen ausschließlich von unseren langjährigen Partnern, denen wir in puncto Qualität voll vertrauen. Bei diesen Teilen variiert die Ausstattung mit der Teambike-Version – bei der Pro-Version hast du das meiste Carbon und die beste Technik am Bike. Die Preise des toMotion-Teambikes liegen zwischen EUR 4.890,- (Version Start) und EUR 6.690,- (Version Pro). Für Teammitglieder von toMotion Racing by black tusk gibt es satte Rabatte. Egal, für welche Version du dich entscheidest: du wirst viele Jahre lang Freude haben an deinem funktionellen und zuverlässigen Bike!

  

 

Wenn wir dich neugierig gemacht haben: hier kannst du dich über die verschiedenen Versionen des toMotion-Racing-Teambikes informieren.

Und solltest du dir für dein Traumbike andere Komponenten wünschen, kannst du dich trotzdem vertrauensvoll an toMotion wenden: wir helfen dir, dein Bike individuell zusammen zu stellen und machen dir ein faires Angebot dafür.

Mail-Anfrage an die Bike-Experten: a.potratz@tomotion-gmbh.de