Intensive Saisonvorbereitung beim toMotion-Trainingsworkshop in Pforzheim

Anonymous

Gerade die Leistungsorientierten unter den Mitgliedern des Lindauer Mountainbike-Teams toMotion Racing by black tusk freuen sich über Anregungen, wie sie ihr Training im Winter sinnvoll gestalten können. Fast alle Fahrerinnen und Fahrer, die in der Saison 2016 ein Co-Sponsoring erhalten, waren anwesend und verbrachten in Pforzheim ein äußerst aktives Wochenende. Aufgeteilt in drei Gruppen durchliefen die 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Samstag nacheinander die Stationen „Funktionelles Athletik-Training“, Mental-Coaching und Fahrtechniktraining auf dem Mountainbike.

Beim „Functional Training“ probierten die Sportler an Geräten wie Gymnastikbällen, Wackelbrettern, Langhanteln und Redcord-Schlingen verschiedene Übungen aus, bei denen Koordination und Kraft gleichermaßen trainiert werden. Dadurch wird auch die tiefliegende Muskulatur gekräftigt, um die Sportler leistungsfähiger zu machen und Verletzungen vorzubeugen. Die kleine Gruppengröße ermöglichte es Physiotherapeutin Ulrike Heinitz-Klose, intensiv mit den Teilnehmern zu arbeiten und bei jedem auf die korrekte Durchführung der Übungen zu achten.

 

toMotion-Geschäftsführerin Andrea Potratz erwies sich als besonders kälteresistent: bei Dauerfrost bot sie jeder der drei Trainingsgruppen im nahegelegenen Kurpark ein 90-minütiges Fahrtechniktraining mit Schwerpunkt Kurventechnik. Die fahrtechnisch anspruchsvollen Übungen sorgten dafür, dass die Teilnehmer in Bewegung blieben und nicht allzu sehr unter der Kälte litten. 

 

Das Modul „Mental-Coaching“ fand dann wieder im Warmen statt. „Unsere Gedanken entscheiden darüber, wie wir uns fühlen und verhalten.“ Unter diesem Motto vermittelte Mental-Coach Uwe Vogt den toMotion-Racern Strategien, wie sie Herausforderungen in Sport, Beruf und Alltag souveräner meistern können. Neben der Theorie standen auch praktische Übungen auf dem Programm, bei denen die Teilnehmer Konzentrations- und Atemtechnikentrainierten.

Mit vielen neuen Impulsen und angenehm müde trafen sich schließlich die drei Gruppen zum Abendessen. Auch hier wartete noch ein Programmpunkt auf sie: Andrea Potratz umrahmte das Essen mit einem Ernährungsvortrag, der den Sportlern Informationen lieferte zum Thema „Gesunde Ernährung im Ausdauersport“. Ihre Botschaft lautete: mit der richtigen Ernährung kann man sein Training im Hinblick auf Trainingserfolge und Regeneration wirkungsvoll unterstützen.

Am Sonntagvormittag stand ein weiteres spannendes Thema auf dem Programm: Life Kinetik. Ein Trainingselement, von dem jeder in Sport und Alltag profitieren kann und dessen Bedeutung im Spitzensport stetig wächst. Life Kinetik ist eine Trainingsform, die das Gehirn anhand von nicht alltäglichen koordinativen, kognitiven und visuellen Aufgaben fördert. Beim Life Kinetik Training wird das Gehirn durch jede Übung neu herausgefordert, wodurch neue Verbindungen (Synapsen) im Gehirn entstehen. Dadurch verbessern sich Konzentrationsfähigkeit, Leistungsfähigkeit und das Wahrnehmungsvermögen - Punkte, von denen Sportler spürbar profitieren können. Anja Knaub, Teammitglied von toMotion Racing by black tusk, stellte den Teilnehmern mit einfachsten Übungsgeräten wie Bälle, Badmintonschlägern und auf den Boden geklebten Linien vor Aufgaben, die sich in ihrer Komplexität immer weiter steigerten und den Sportlern eindrücklich bewusst machte, zu welchen Leistungen das Gehirn imstande ist. Eine Trainingseinheit, die viel Spaß und eine Menge Gesprächsstoff lieferte.

 

Teilnehmer Roland Ast zu seinen Erfahrungen mit Life Kinetik: „Jaaaaaaa, Spaaaaaaß, Dopamiiiiiin …J! Zugebenermaßen war ich vor Anja’s Vortrag ein wenig skeptisch zum Thema Lifekinetik. Aber was ich da „erlebt“ habe, hat mein Meinungsbild etwas verändert. Gefällt mir! Inzwischen habe ich mir auch ein paar Bällchen besorgt und mache synapsenverbindende Übungen. Ich sehe darin auch keinen Widerspruch zum Mental Coaching. Lifekinetik als Konzept, Lernfähigkeit zu steigern; Mentalcoaching, um Erlerntes zu optimieren/maximieren/perfektionieren.“

Der Ausklang des Trainingswochenendes fand dann wieder im Freien statt. Ein Teil der Gruppe hatte Langlaufski mitgebracht und verbrachte einen anstrengenden, aber vergnüglichen Nachmittag auf der Loipe bei Kaltenbronn. Die anderen Teilnehmer packten ihre Bikes aus und genossen eine Trailtour im Würmtal. Die Trailabfahrt nutzte Trainerin Andrea Potratz nochmals für ein paar Fahrtechnik-Übungen, die durch den Schnee noch ein bisschen anspruchsvoller wurden.

 

Max Friedrich, mehrfacher Deutscher MTB-Marathon-Meister und Teammitglied von toMotion Racing, fasst das Wochenende in Pforzheim so zusammen:Der Workshop hat mir sehr gut gefallen. Selten hat man den harten Kern des Teams so beisammen. Alles nette Leute, mit denen man seine große Leidenschaft teilt.  Besondere Impulse haben mir das Mental Coaching und das Life Kinethik Training gegeben. Vor allem letzteres habe ich schon in mein Athletik-Training eingebaut. Das macht wahnsinnig viel Spaß!JDie Zeiten haben sich geändert, wo man als Radsportler von morgens bis abends auf dem Rad gesessen hat. Körper und Geist müssen zusammen spielen, damit man optimale Leistung bringen kann. Beim Leistungssport ebenso wie im Beruf!“