Anonymous

Hochwertige Fahrräder gut sichern und versichern

Passionierte und sportlich ambitionierte Radfahrer nennen (im Gegensatz zum „Normalbürger“) oft ein hochwertiges Bike – oder auch mehrere – ihr Eigen. Diese hochwertigen Fahrräder zu schützen, ist eine Herausforderung. Daheim hast du in der Regel einen abschließbaren Aufbewahrungsort für sie – sei es die Garage, der Keller oder im Zweifelsfall auch der Wohnraum. Doch unterwegs sieht das schon anders aus. Wie kannst du dein Rad vor Diebstahl oder – falls es dann doch gestohlen wird – dich selbst vor den hohen Kosten einer Neuanschaffung schützen?

Besonders beliebt bei Dieben sind natürlich teure Fahrräder. Laut polizeilicher Kriminalstatistik wurden in Deutschland im Jahr 2019 278.000 Räder gestohlen. Nur gut die Hälfte davon (155.000) waren versichert. Trotz eines leichten Rückgangs der Fallzahlen liegt der Wert der entwendeten versicherten Räder unverändert bei rund 110 Millionen Euro, da die gestohlenen Räder im Schnitt immer teurer sind. Im Durchschnitt zahlten die Versicherer im vergangenen Jahr 720 Euro pro gestohlenem Bike – im Vorjahr waren es „nur“ 650 Euro, vor zehn Jahren im Schnitt 420 Euro. Die rasante Wertzunahme dürfte auf die steigende Zahl der versicherten E-Bikes zurückzuführen sein. Im Jahr 2019 war bereits jedes dritte verkaufte Fahrrad ein E-Bike. Doch auch hochwertige Rennräder und Mountainbikes, die oft mehrere tausend Euro wert sind, tragen zu dieser Wertexplosion bei.

Eine gute Versicherung lohnt sich

Wenn ein Fahrrad aus verschlossenen Abstellräumen, Kellern oder Wohnungen gestohlen wird, übernimmt die Hausratversicherung – soweit vorhanden – den Schaden. Geklaut wird jedoch meist auf offener Straße. Dagegen kann man sich mit einer Zusatzklausel in der Hausratpolice oder einer separaten Fahrradversicherung versichern. Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) haben von den gut 26 Millionen Hausrat-Policen 47 Prozent eine Fahrradklausel eingeschlossen. Viele Hausratversicherungen haben in den letzten Jahren ihre Leistungen erweitert und umfassen nun auch den Versicherungsschutz der zum Haushalt gehörenden Fahrräder, wenn diese „auf Achse“ sind. Diese Klausel sorgt dafür, dass die Versicherung für einen Fahrraddiebstahl aufkommt, wenn das Fahrrad unterwegs durch ein verkehrsübliches Schloss gesichert wurde. Die Hausratversicherung zahlt daraufhin den Neuwert, jedoch nur bis zu einem vertraglich vereinbarten Höchstbetrag (also z.B. max. 2 % der Versicherungssumme). Dieser Betrag reicht bei hochwertigen Fahrrädern für eine Neubeschaffung aber oft nicht aus.

Für Besitzer hochwertiger Räder oder E-Bikes empfiehlt es sich, eine spezielle Fahrradversicherung abzuschließen. Sie gilt als eigenständige Versicherung und erweist sich vor allem bei teuren und hochwertigen Fahrrädern als sinnvoll. Der Grund: Fahrradversicherungen beinhalten in der Regel höhere Versicherungssummen. Die Entschädigungssumme richtet sich hierbei nicht wie bei der Hausratversicherung nach der Versicherungssumme, sondern nach dem Wert des versicherten Fahrrads. Eine Fahrradversicherung gilt jedoch nur für das jeweilige Rad. Wer weitere Fahrräder versichern möchte, muss dafür separate Verträge abschließen.

Ob E-Bikes im Hausrat mitversichert sind, hängt von der Leistung des Rades ab. Pedelecs oder E-Bikes mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 25 Stundenkilometer können in die Hausratversicherung eingeschlossen werden. Für S-Pedelecs mit einer höheren Motorleistung und einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h ist hingegen wie für Mofas und Mopeds eine KFz-Haftpflichtversicherung vorgeschrieben.

Bianca Schneider, seit vielen Jahren Teammitglied unseres Mountainbike-Teams toMotion Racing by black tusk, betreibt in Konstanz eine Versicherungsagentur der AXA/DBV. Wenn du dich über Fahrradversicherungen informieren möchtest, kannst du dich gerne an sie wenden:

AXA/DBV Generalvertretung
Bianca Schneider

Telefon: +49 (0)7533/9317 0
Telefax: +49 (0)7533/9317 30

www.axa-betreuer.de/Bianca_Schneider
www.dbv-betreuer.de/Bianca_Schneider-dbv

 

Die Polizei verständigen – aber richtig

Die Aufklärungsquote bei Fahrraddiebstählen ist mit nur 10 % erschreckend niedrig. Um die Polizei im Fall des Falles bei der Aufklärung zu unterstützen, solltest du im Vorfeld folgende Dinge beachten:

  • Hebe die Rechnung über den Fahrradkauf auf.
  • Notiere die Rahmennummer.
  • Notiere dir eindeutige Kennzeichen wie Marke, Farbe, Zubehör etc.
  • Fotografiere das Fahrrad.

Mit diesen Informationen ausgestattet, hat die Polizei die Chance, gestohlene und wieder aufgetauchte Fahrräder ihrem rechtmäßigen Besitzer zuzuordnen.

Gute Schlösser schrecken ab

Die Polizei bemängelt, dass Fahrradbesitzer es den Dieben aufgrund billiger Schlösser oft zu leicht machen. Um das Rad vor Diebstahl zu schützen, sollten Verbraucher also in ein gutes Fahrradschloss investieren. Als Faustregel gilt, dass fünf bis zehn Prozent des Fahrradpreises für ein entsprechend gutes Schloss angemessen sind. Der Grund: Je stabiler das Schloss, desto länger brauchen Fahrraddiebe, um es zu knacken. Da Fahrraddiebe häufig unter Zeitdruck arbeiten, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass das Rad geklaut wird. Diebe nehmen sich im Schnitt keine drei Minuten Zeit, um ein Schloss zu knacken, dann suchen sie das Weite. Grund genug, in ein Schloss zu investieren, das mindestens die kritischen drei Minuten Aufbruchzeit übersteht.

Das Wichtigste an der Sicherung mit einem Schloss ist, das Fahrrad mit dem Rahmen an einem festen Gegenstand (Laterne, Fahrradständer etc.) festzumachen und alle Teile, die sich leicht abnehmen lassen (z. B. Sattel oder Räder, die nur mit Schnellspannern mit dem Fahrrad verbunden sind) entweder selbst abzumontieren und mitzunehmen oder getrennt nochmals mit einem Schloss zu sichern. Auf dem Markt gibt es auch codierte Verschraubungen, die sich nur mit einem Spezialwerkzeug öffnen lassen – damit ist es dann nicht mehr notwendig, die abnehmbaren Teile separat zu sichern.

 

Foto: Sandro Bolognesi                                                                          Foto: Markus Spiske

Fahrradschlösser gibt es in vielen Varianten, aber nicht alle bieten ausreichend Sicherheit. Bügelschlösser sind in puncto Aufbruchsicherheit die beste Wahl. Die Bauart mit gehärtetem Stahlbügel und einem darauf gesteckten Schlosselement erlaubt eine Konstruktion ohne Schwachstellen. Mit mindestens 900 Gramm sind sie gerade noch „rucksacktauglich“. Durch die starre Konstruktion und die feste Bügelweite sind die Anschließmöglichkeiten jedoch auf Schildermasten und Radständer begrenzt. Laternenpfähle oder Bäume sind oft nicht geeignet.

Abus Granit XPlus 540, Testsieger bei den Bügelschlössern im Test 2020 des Mountainbike Magazins.

Faltschlösser hingegen bieten eine vergleichbare "Anschlussfähigkeit" wie Ketten, da sie ähnlich einem Zollstock aus beweglich miteinander verbundenen Flachstahlstäben bestehen. Diese Konstruktion bietet zwar eine etwas geringere Aufbruchsicherheit als die der Bügelschlösser, macht die Faltschlösser jedoch leichter handhabbar.

Abus Bordo Granit XPlus 6500, Testsieger bei den Faltschlössern im Test 2020 des Mountainbike Magazins

Kabel- und Kettenschlösser sind aufgrund ihrer Flexibilität sehr beliebt, bieten aber nur bei hohem Materialaufwand und folglich sehr hohem Gewicht (bis zu 5 kg) die nötige Sicherheit. Daher kommen sie für die mobile Anwendung kaum in Frage. Schwächeren Kabelschlösser schützen dein Rad höchstens davor, dass ein Passant es sich mal kurz „ausleiht“, um es nach Gebrauch in irgendeinem Gebüsch liegen zu lassen.

 

Litelok Gold Wearable: Beispiel für ein Bandschloss, das laut Hersteller wie ein Gürtel um die Hüfte geschnallt und so mitgeführt werden kann.

Das Mountainbike Magazin hat Anfang 2020 einen Fahrradschloss-Test durchgeführt, bei dem verschiedene Schlösser (12 Bügel-, 7 Falt- und 4 weitere Schlösser) auf ihre Aufbruchsicherheit und ihre Handhabung hin getestet wurden. Preislich lagen sie zwischen 20 und 150 Euro, beim Gewicht zwischen 69 Gramm und knapp 2 Kilogramm. Hier der Link zum Test: https://www.mountainbike-magazin.de/zubehoer/test-20-fahrradschloesser-12-buegel-und-8-faltschloesser/

Eine Möglichkeit, sein Fahrrad rund um die Uhr bewachen zu lassen, sind GPS-Tracker, z.B. von Spybike.  Sie sind nicht ganz günstig, aber sehr effektiv. Gut versteckt im Vorbau oder getarnt als Rücklicht, schlägt das System Alarm, wenn das Fahrrad entwendet wird, und sendet eine Alarm-SMS an den Besitzer. Der GPS-Tracker übermittelt darüber hinaus den aktuellen Standort in Echtzeit auf einen Trackingserver. Der Besitzer kann dadurch die Position seines Bikes online verfolgen und die Polizei informieren.

 

Es lohnt sich also durchaus, dass du dich mit dem Thema „Sicherheit für dein Bike“ fundiert auseinander setzt und – gerade wenn du stolzer Besitzer eines hochwertigen Fahrrads bist - gegebenenfalls eine angemessene Summe in ein sicheres Schloss und eine Fahrradversicherung investierst. Denn kaum etwas ist ärgerlicher, als sich mit den Risiken und Nebenwirkungen eines gestohlenen Fahrrads auseinandersetzen zu müssen…


Anonymous

Es gibt sie noch: Menschen, die körperlich und geistig fit bleiben bis ins hohe Alter. Andrea Potratz, Geschäftsführerin des Lindauer Trainings-Spezialisten toMotion hat das Glück, dieser seltenen Spezies von Berufs wegen öfters zu begegnen. Anfang Juli unternahm sie zusammen mit drei Bike-Senioren vom Bodensee eine Tour im Schweizer Hochgebirge, die ihr die Leistungsfähigkeit des menschlichen Körpers, auch im fortgeschrittenen Alter, wieder einmal eindrücklich bewusst machte.

V.l.n.r.: Adalbert Gührer, Johannes Gmelin, Gerhard Kohler

Adalbert „Bebe“ Gührer, Gerhard „Gigi“ Kohler und Johannes Gmelin sind in Kressbronn und Wasserburg am Bodensee zuhause. Alle drei sind Mitte sechzig, zwei von ihnen bereits im Ruhestand, der dritte steht kurz davor. Was die drei vereint, ist ihre Leidenschaft fürs Mountainbiken. Diese leben sie regelmäßig in den umliegenden Alpen aus, „besonders gerne in der Schweiz, weil Wanderer und Biker dort bei der Nutzung der Wanderwege gleichberechtigt sind“, verrät Gührer. Dabei schrecken die drei Senioren auch vor langen Anstiegen nicht zurück. Anfang Juli unternahmen sie eine mehrtägige Tour nach Davos, wo sie Andrea und Claudia Potratz trafen und sich mit ihnen für eine Tagestour verabredeten. Andrea Potratz kennt die Gegend von zahlreichen Wochenendtouren und toMotion Enduro-Camps wie ihre Westentasche und hatte ihnen eine schöne Strecke mit hohem Trailanteil in Aussicht gestellt.

„Zunächst fuhren wir mit dem Postbus hinauf zum Flüela-Pass“, erinnert sich Gerhard Kohler. Eine neue Erfahrung für die drei Sportler, die sonst alle Anstiege aus eigener Kraft bewältigen. „Nach einer kurzen Abfahrt wurde es ernst: wir mussten unsere Fahrräder auf einem Wanderweg rund 700 Höhenmeter hinaufschieben und -tragen, um den Fuorcla Radönt Pass auf 2788 Metern Höhe zu erreichen. Zeitweise überquerten wir mit unseren Bikes auf den Schultern sogar Schneefelder. Für diese Anstrengung wurden wir aber reich belohnt: zunächst das unglaubliche Panorama und dann eine Trail-Abfahrt über 1200 Höhenmeter bis hinunter nach Davos.“ „Bei der Abfahrt auf dem hochalpinen, technisch anspruchsvollen Trail war mein Puls bergab fast genauso hoch wie bergauf“, fügt Adalbert Gührer schmunzelnd hinzu. „Abgesehen von einigen Schneefeldern war sie für uns aber fast durchgehend fahrbar.“ Die Senioren glänzten auf der sechsstündigen, 25 Kilometer langen Tour nicht nur mit starken Beinen und einem leistungsfähigen Herz-Kreislauf-System, sondern auch mit ihrem fahrtechnischen Können. „Das ist keine Selbstverständlichkeit“, weiß Potratz, die approbierte Medizinerin ist. „Viele Leute legen mit fortschreitendem Alter gerne die Beine hoch und bewegen sich zunehmend seltener. Wer aber regelmäßig Sport treibt, kann sich seine Fitness und Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter erhalten“.

Auf die Frage hin, ob er sich vorstellen könne, sein Mountainbike irgendwann gegen ein Rad mit E‑Antrieb einzutauschen, antwortet Gührer: „Für mich wäre ein E-Mountainbike kein Thema. Kämpfen ist gut für die Psyche und für den Körper!“. Kohler ist dem Thema gegenüber offener. „Wenn auf langen Anstiegen immer wieder die E-Biker an einem vorbei ziehen, wird man schon ein bisschen neidisch. Vielleicht, wenn ich mal achtzig bin…“.



Anonymous

Du bist nicht mehr zufrieden mit der Performance deiner Rockshox SIS Federgabel? Oder du hast dich fahrtechnisch weiterentwickelt und wünschst dir mehr Federweg für anspruchsvollere Trails? Es gibt viele gute Gründe, sich ein leistungsfähigeres Federelement am Vorbau zu wünschen. Wenn du nicht gleich in eine komplett neue Federgabel investieren möchtest, bietet dir der bikeDoc in Lindau jetzt eine gute Alternative:

Bringe deine SID (ab Version 2017) auf den aktuellen Stand der Technik und mache sie so leistungsfähiger und auch deutlich leichter.  Mit der neuen SID Raceday Dämpfer-Kartusche steht deine Gabel höher im Federweg, ist leistungsfähiger, hat einen effizienteren Crown-Lockout und ist über 100 g leichter als der Vorgänger-Charger.

 

Eine kostengünstige Möglichkeit, wie du deine Gabel „neu“ machen kannst. Ab sofort liegen die Upgrade-Kits für deine Gabel bereit:

Dämpferkartusche SID Ultimate Raceday               EUR 249,- zzgl. Einbau

Fragen und Bestellung: andrea@der-bikedoc.de oder Telefon 08382-9479994 bzw. 0160-94846129


Anonymous

Wusstest du schon, dass die Heilwirkung des Rosmarins vor allem in seinen ätherischen Ölen liegt? Die Wissenschaftler des 21. Jahrhunderts sind sich mit den alten Griechen einig: Rosmarin steigert die Leistungsfähigkeit des Gehirns. Die entscheidenden Wirkstoffe, die sowohl das Gedächtnis stärken als auch vor Demenz und Alzheimer schützen sollen, stecken in den ätherischen Ölen der Heilpflanze.

Lange bevor die Heilkraft von Rosmarin auch wissenschaftlich belegt werden konnte, war das Kraut in alten Kulturen als antiseptisches Mittel gegen schädliche Keime und zur Steigerung der Gedächtniskraft bekannt. Die reinigenden Eigenschaften von Rosmarin finden selbst in der Bibel Erwähnung.

Bereits die alten Griechen waren überzeugt, dass Rosmarin das Gedächtnis maßgeblich verbessern kann. Forschungsberichte aus den Fachblättern The Journal of Neurochemistry und Nature Reviews Neuroscience bestätigen, was die Griechen schon vor 2.000 Jahren ahnten: Rosmarin enthält tatsächlich einen Inhaltsstoff, der das Gehirn gegen schädigende Einflüsse schützt. Neueste Untersuchungen haben den Beweis erbracht, dass es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem ätherischen Rosmarinöl mit dem Wirkstoff Carnosolsäure und einer erhöhten Gedächtnisleistung gibt.

 

Abgesehen vom klinisch nachgewiesenen Einfluss von Rosmarinöl auf das Gehirn, birgt die Heilpflanze viele weitere Kräfte. So macht sich Rosmarin nicht nur antioxidativ gegen Krebs und Schäden der DNA stark, sondern auch antiseptisch als natürliches Antibiotikum gegen Bakterien, Hefen und Schimmelpilze.

Interessant ist zudem die regulierende Wirkung von Rosmarin auf den Hormonhaushalt. So soll die Heilpflanze nicht nur den Monatszyklus normalisieren, sondern auch das Brustkrebs-Risiko senken,  indem sie einen bestehenden Östrogenüberschuss ausgleicht. Rosmarintee wirkt gegen Husten, Verdauungsbeschwerden, Übelkeit, Nieren- und Blasenerkrankungen, Nervosität, niedrigen Blutdruck und allgemeine Erschöpfungszustände.

Viele gute Gründe sprechen also dafür, Rosmarin in der täglichen Küche regelmäßig zum Einsatz zu bringen. Auf unserem Ernährungskärtchen Nr. 84 findest du ein Rezept für Provenzalische Tomaten, denen Rosmarin das Tüpfelchen auf dem „i“ verleiht.


Anonymous

Gut gefedert ist halb gewonnen

Beim Mountainbiken kann das Gelände schon mal ruppig werden. Über Steine, Wurzeln und Stufen geht die Fahrt und für viele Radsportler liegt genau darin der Reiz. Um das Fahren im Gelände angenehmer und auch sicherer zu machen, sind die meisten Mountainbikes mit einer Federgabel am Vorderrad und oft auch mit einem gedämpften Hinterrad ausgestattet. Was aber hat es mit diesen sogenannten Feder- und Dämpfungselementen auf sich, was leisten sie und worauf ist beim Kauf und bei der Nutzung zu achten?

Es gibt sie noch, die Puristen, die auch im Gelände Fahrräder mit Starrgabel fahren. Bei ihnen hängen Traktion und Fahrkomfort hauptsächlich von den Reifen ab, wodurch sie eigentlich nur für leichte, wenig anspruchsvolle Trails geeignet sind. Ihre Anhänger sind unter Mountainbikern absolut in der Minderheit. Denn Federelemente am Rad machen nicht nur aus Bequemlichkeitsgründen, sondern auch im Hinblick auf die Sicherheit Sinn. Beim sogenannten Hardtail ist der Name Programm. Hier gibt es nur vorne eine Federung, der Hinterbau bleibt ungefedert („hard tail“) bzw. hier federt nur der Reifen ein wenig. Da ein Hardtail aufgrund der fehlenden Hinterrad-Federung weniger bewegliche Komponenten benötigt, ist es in der Regel leichter, wartungsärmer und günstiger als ein vollgefedertes Rad (sogenanntes „Full Suspension Bike“ oder „Fully“).

Hardtail „Specter“ von der Firma Müsing

Dank des geringen Gewichts und der hohen Steifigkeit sind Hardtails wie gemacht für Cross-Country-Fahrer, die ihren Fokus auf Geschwindigkeit und Agilität legen. Auf schwierigen Trails tun sich die nur vorne gefederten Mountainbikes dagegen schwerer. Trotzdem ermöglicht die Federgabel vorne je nach Federweg (meist zwischen 80 mm und 140 mm) ausreichend Komfort und Traktion, um sich im Gelände ordentlich auszutoben.

Beim Fully ist zusätzlich auch der Hinterbau gefedert. Das hintere Federelement wird umgangssprachlich meist als „Dämpfer“ bezeichnet, obwohl es sich grundsätzlich um ein kombiniertes Federbein mit Feder und Stoßdämpfer in einer Einheit handelt. Dabei stützt sich das Hinterrad über den drehbar gelagerten Hinterbau federnd am Rahmen ab. Der große Vorteil ist natürlich die höhere Stoßabsorption. Dadurch musst du die Stöße weniger mit deinem Körper ausgleichen und sparst Kraft. Außerdem ist die Fahrt in unebenem Gelände mit solch einem Mountainbike stabiler, denn durch die Federung hinten behält auch das Hinterrad mehr Bodenkontakt. Ein Fully ist perfekt für alle, die sich jenseits der befestigten Wege austoben wollen. Es ist aber in der Regel schwerer, teurer und wartungsintensiver als ein Hardtail. Auch solltest du dir bewusst sein, dass die zusätzliche Federung im Hinterbau ein Nachteil bei der Kraftübertragung ist. Sowohl beim Hardtail als auch beim den Full Suspension Mountainbikes lassen sich die Federelemente über ein Lockout-System sperren, so dass das Bike in diesem Zustand nicht mehr federt. Dieses Lockout-System wird vom Fahrer in der Regel dann genutzt, wenn der Weg keine Schläge/Stöße erwarten lässt und durch die Federung kein Vortrieb verloren gehen soll.

 

Beim Enduro-Bike von Bold Cycles (links) ist das Federelement im Rahmen verbaut (ISP-Technologie).
Das Müsing-Fully „Petrol“ ist mit einem konventionellen Federelement ausgestattet.

Das vordere Federelement ist bei Mountainbikes in der Gabel (einer sogenannten Federgabel) untergebracht. Es funktioniert über eine „Feder“, die sich ausdehnt, nachdem sie durch einen Schlag auf der Strecke zusammengedrückt wurde. Diese Feder kann entweder aus Luft, Stahl oder einer Kombination aus beidem bestehen. Die Luftfederung ist leicht und lässt sich über eine Dämpferpumpe exakt einstellen und justieren, während Stahlfedern schwerer sind und eher bei günstigeren Mountainbikes oder Downhill-Bikes mit hohem Federweg zum Einsatz kommen. Außerdem sind sie äußerst langlebig und robust und überzeugen durch ein feineres Ansprechverhalten als Luftfedern.

Bei der Hinterbau-Federung gibt es dieselben Elemente wie vorne, jedoch in verkleinerter Ausführung. Zusätzlich gibt es hinten die Anforderung, neben der Absorption von Stößen auch die Antriebsneutralität zu gewährleisten, sprich die Krafteinflüsse von der Bremse und dem Tretlager vom hinteren Federelement zu isolieren bzw. zu minimieren.

Nun einige Fachbegriffe im Zusammenhang mit Federung und Dämpfung:

Federung und Dämpfung:

Federung und Dämpfung sind keine Synonyme, obwohl das viele Laien denken. Die Dämpfung ist dafür verantwortlich, das Nachschwingen der Feder zu reduzieren. Das heißt, in einer Federgabel und in einem Dämpfer gibt es jeweils eine Federung und die dazugehörigen Dämpfung. In fast allen modernen Federgabeln findet sich im einen Standrohr die Federung und im anderen die Dämpfung. Meistens sitzt links die Federung – entweder eine Luftkammer, die aufgepumpt werden kann, wodurch sich eine Luftfeder ergibt, oder schlicht eine Spiralfeder, wenn es sich um eine Stahlfeder handelt. Die Dämpfung ist dafür zuständig, dass die Kraft, die die Feder zusammendrückt, anschließend nicht unkontrolliert zurückschlägt. Dämpfung entschleunigt also Bewegung. Ein schaukelndes Fahrverhalten wünscht sich niemand, und nach dem Einfedern soll sich die Federgabel kontrolliert in die Ursprungsposition zurückbewegen. Andererseits ist zu viel Dämpfung auch nicht wünschenswert. Schließlich muss sich das Rad häufig schnell bewegen können, etwa um über mehrere dicht hinterliegend Hindernisse hinweg zu kommen (z.B. Wurzelteppich). Deshalb versuchen Konstrukteure für jede Situation die richtige Dämpfungskraft zu erzeugen. Führend bei Feder- und Dämpfungssystemen sind die beiden Firmen RockShox und Fox. So verbauen wir beispielsweise an den Teambikes von toMotion Racing by black tusk standardmäßig die RockShox SID Ultimate Gabel.

Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich für das vordere Fahrwerk der Begriff „Federgabel“ und für hinten der Begriff „Dämpfer“ durchgesetzt.

Federweg:

Der Federweg beschreibt, welcher Arbeitsweg für die Laufräder in Bezug auf den Rahmen insgesamt zur Verfügung steht. Federwege im Downhill-Sport betragen ca. 200 Millimeter, im Enduro-Sport ca. 160 – 180 mm, im "All Mountain"-Sport 130 bis 150 mm und im Cross-Country-Sport etwa 100 bis 120 mm. Der Negativfederweg (engl. „sag“) ist der Weg, den die Gabel bei statischer Belastung allein durch das Gewicht des Fahrers bei ruhigem Sitzen im Sattel eintaucht. Die Differenz zwischen komplettem Federweg und Sag ist dann der Weg, den Gabel und Federbein – etwa beim Überfahren einer Bodenwelle – noch einfedern können, ohne dass die Reifen den Bodenkontakt verlieren.

Federhärte

Die Federhärte ist ein Maß für die Einfedertiefe bei gleichem Fahrergewicht. Bei Stahlfedergabeln/-dämpfern ist eine Anpassung der Federhärte nur begrenzt möglich. Ansonsten ist der Austausch der Feder erforderlich: Schwere Fahrer benötigen härtere Federn als leichte. Bei Luftfedergabeln/–dämpfern lässt sich die Federhärte sehr viel einfacher durch Variieren des Luftdrucks mit Hilfe einer Pumpe anpassen: Mehr Druck entspricht einer härteren Feder. Durch die Federhärte lässt sich der gewünschte Negativfederweg mit dem Fahrergewicht abstimmen.

Sag bzw. Negativfederweg

Dieser beschreibt den Anteil, welchen du mit deinem eigenen Körpergewicht plus Ausrüstung vom gesamten Federweg komprimierst – sprich wie weit die Gabel in die Federung eintaucht, wenn du ruhig im Sattel sitzt.

Lockout

Dieses Element (oft am Lenker zu finden, ansonsten an der Federgabel) blockiert das gesamte System bzw. auch nur das vordere oder hintere Federelement. Dadurch kann zum Beispiel beim Treten beim Bergauffahren ein mögliches Wippen verhindert werden.

 

Lockout-Hebel an der Federgabel...                                                              ... oder am Lenker.

Auswahl und Einstellung der Federelemente für optimalen Fahrspaß

Damit du mit deinem Bike möglichst viel Spaß hast, solltest du bei der Auswahl vorab überlegen, welche Art von Strecken du überwiegend fahren möchtest. Reichen dir Schotterwege oder möchtest du gerne auch mal einen Trail mit querliegenden Wurzeln, ein paar Steinen oder einer kleinen Stufe fahren? Bist du eher abenteuerlustig auf technisch anspruchsvollen Trails unterwegs oder möchtest du sogar Downhill-Strecken in Angriff nehmen? Je nachdem, was du mit deinem Bike vor hast, solltest du dich für ein Hardtail oder ein Fully entscheiden mit mehr oder weniger Federweg. Ist diese Entscheidung getroffen, geht es an die Details: die Federelemente müssen an dein Körpergewicht angepasst werden, damit die Grundeinstellung stimmt. Denn nur ein richtig eingestelltes Fahrwerk entfaltet das volle Potential des Bikes. Wenn du dir unsicher bist und dir bei der Auswahl deines Bikes und bei der richtigen Grundeinstellung professionelle Unterstützung wünschst, dann setze dich doch mal mit dem bikeDoc in Lindau in Verbindung. Hier die Kontaktdaten:

der bikeDoc, Bregenzerstr. 35, 88131 Lindau
Telefon: 08382-9479994 bzw. 0160-94846129
E-Mail: andrea@der-bikedoc.de
www.der-bikedoc.de

Pflege deiner Federelemente

Was viel genutzt wird und zuverlässig funktionieren soll, muss auch gepflegt werden. Daher ist es sinnvoll, Verschmutzungen möglichst bald zu entfernen. Hochdruckreiniger sind dabei absolut tabu, denn sie drücken den Schmutz direkt in die Dichtungen hinein und zerstören sie so. Generell sind die Teile der Federelemente relativ gut vor Schmutz geschützt, doch wenn Schmutz eindringt, verursacht er Schäden. Daher empfehlen wir, das Rad nach jeder Tour kurz mit einem feuchten Tuch und ggf. mit dem Gartenschlauch zu reinigen. Mindestens einmal jährlich sollten die Federelemente von einem Fachbetrieb gewartet werden, um sie gründlich zu reinigen und zu schmieren bzw. Verschleißteile auszutauschen. Auch hier kannst du dich vertrauensvoll an den bikeDoc wenden. So kannst du relativ sicher sein, dass dich deine Federn und Dämpfer nicht im unpassendsten Moment im Stich lassen.

Ein für die Wartung geöffneter Dämpfer, bei dem die Luftkammer (Federung) demontiert wurde.

Upgrades von Federgabeln

Wenn du bereits stolzer Besitzer eines Mountainbikes, mit der Performance deiner Federelemente aber nicht hundertprozentig zufrieden bist, gibt es auch hier Abhilfe. Über sogenannte Upgrade-Sets lassen sind ältere Federgabeln auf den aktuellen Stand der Technik bringen. So beispielsweise das Upgrade-Set für die RockShox SID Federgabel, mit der SID-Federgabeln ab dem Baujahr 2017 durch eine neue Dämpfer-Kartusche leistungsfähiger und auch leichter gemacht werden können. Hierzu ein Angebot vom bikeDoc in Lindau:

Dämpferkartusche SID Ultimate Raceday                           EUR 249,- zzgl. Einbau

 

Fragen und Bestellung:andrea@der-bikedoc.de oder Telefon: 08382-9479994 bzw. 0160-94846129