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Als einer der ersten teaminternen Events der Saison 2018 wurde vom toMotion-Standort Nordschwarzwald ein Trail-Technik-Camp in Freudenstadt angeboten. Wer gezielt an seiner Technik feilen wollte, konnte dies unter der fachkundigen Anleitung von Cheftrainerin Andrea Potratz tun. Die anderen stürzten sich mit Begeisterung in das 250 Kilometer lange Trailnetz rund um Freudenstadt und Baiersbronn, um auf zahllosen Trails bergab wie bergauf den Schwarzwald zu erkunden.

Einige hatten beim Saison-Abschlusswochenende im Oktober 2017 bereits an der Trailvielfalt rund um Freudenstadt geschnuppert. „Sie hatten sich mit einem „da muss ich nochmal hin“ in mein Herz gebrannt“, erinnert sich Daniel Bürgin, Leiter des Standorts Südschwarzwald. „Es ist gleichermaßen erschreckend, was alles möglich ist (oder eben nicht), wenn sich eine Region zum Mountainbikesport bekennt. Während wir im Südschwarzwald immer noch mit gesperrten Trails und Wanderern sowie der generellen Zwei-Meter-Regel kämpfen, hat man rund um Freudenstadt ein 250 Kilometer langes Trailnetz aufgebaut, welches im Herzstück eine XC Bundesligastrecke trägt“.

Bei Kaiserwetter war am Samstag Anreise und zugleich Start zur ersten Tour bzw. zum Techniktraining. Trainerin Andrea nahm ihre sechsköpfige Gruppe für das Techniktraining zunächst mit auf eine Wiese, wo Grundlagen wie die Aktiv-Position auf dem Rad und die richtige Kurventechnik geübt wurden.  Bald schon wurde das Training auf den Pumptrack und später in den Rückgarden der Bundesliga-Strecke verlegt. Ein Schwerpunkt des Technik-Camps war das Spitzkehren-Fahren, welches auf dem 40-Kehren-Trail ausführlich geübt werden konnte.

  

  

Die restlichen Teilnehmer nahmen unter dem ortskundigen Guiding von Christian Ludewig zunächst die Trails rund um Baiersbronn unter die Stollen. „Geshuttled wurde nicht - das hervorragend beschilderte Trailnetz gilt es im wahrsten Sinne des Wortes zu „erfahren“:  die Anstiege sind kaum länger als 200 hm, mal auf dem Trail hoch, mal runter, mal beides. Die wenigen breiten Forststraßen dienten zum Quatschen (wir hatten uns lange nicht gesehen) und schon ging‘s weiter in den nächsten Trail“, fasst Daniel seine Erlebnisse zusammen. Auch Peter van Sterkenburg war begeistert: „Die von Christian gewählte Kombination der Trails war einfach göttlich. Einige Abfahrten waren bei der sonntäglichen Wanderer-Population zwar etwas grenzwertig, aber es hat richtig Spaß gemacht.“

„Die zweite Hälfte des Tourtages versuchten wir uphill Serpentinen zu fahren, 30 % Steigungen zu meistern und übten die eine oder andere technische Passage, die beim ersten Mal nicht so recht geklappt hatte“, erinnert sich Daniel. Die kleinen Anstiege summierten sich: 60 km und 1700 hm standen auf dem Tacho, bevor es in die letzte Abfahrt des Tages ging. Zum Abschluss gaben wir uns noch den Rockgarden und den Northshore-Trail der XC Strecke“. Belohnt wurden die Anstrengungen dann mit einem mehrgängigen Abendmenü im Hotel Teuchelwald. 

Mit leicht veränderter Besetzung startete am Sonntag der zweite Tourtag. Bis zum Mittagessen standen bei der Tour-Gruppe wieder Trails satt auf dem Programm. Die Technik-Gruppe hingegen feilte nochmals an ihrer Kurventechnik und versuchte sich dabei an schnellen Schotterkurven ebenso wie an langsamen Spitzkehren. Nachmittags folgte dann eine gemeinsame Abschlusstour beider Gruppen. „Es hat Mega-Spaß gemacht, mit solch einer Gruppe die Trails zu rocken!“, fasst Organisator Christian das Wochenende zusammen, und auch Daniel bedankt sich: „Ich hatte wieder viel Spaß mit euch, es bleibt die Erkenntnis „da muss ich nochmal hin“.“

  


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Einmalige, individuell aufgebaute Fahrräder

Custom-made Bikes, die in besonderem Maße auf die Wünsche und Bedürfnisse des Riders zugeschnitten sind, garantieren den ultimativen Fahrspaß. Die Gründe für einen individuellen Umbau können vielfältiger Natur sein. Die optische Gestaltung des Bikes spielt oftmals ebenso eine große Rolle wie das Gewichtstuning und eine Änderung der Fahreigenschaften. Der Umbau bietet sich also für jeden an, der ein Maximum aus seinem Bike herausholen möchte. Noch individueller ist der Aufbau eines kompletten Fahrrads aus Einzelteilen. Der Rider stellt sich sein Bike aus Wunschteilen zusammen und kreiert somit ein einmaliges Traumbike.Ob Mountainbike, Rennrad oder BMX – bei außergewöhnlichen Bikes schaut man gerne genauer hin. Ein mit Herzblut zusammengestelltes Custom Bike strahlt oft etwas heller als die Konkurrenz von der Stange – vor allem, wenn das Design eine ganz eigene Note bekommt.

Ein Fahrrad ist etwas viel zu Persönliches, um es einfach so „von der Stange“ zu kaufen. Zum einen erhöht es den Fahrkomfort und die Leistung signifikant, wenn die Geometrie und die Komponenten des Bikes genau auf die Bedürfnisse des Fahrers abgestimmt sind. Und zum anderen ist es einfach klasse, ein Bike zu fahren, das es so nur ein einziges Mal gibt. Lassen wir zu den Vor- und Nachteilen eines Custom Made Bikes zunächst einen ausgewiesenen Experten zu Wort kommen, der in seinem Leben schon mehr als ein Dutzend Bikes aufgebaut hat: Daniel Bürgin aus Steinen im Schwarzwald.

Er beschreibt die Vorteile, die ein „Cuschdom Baig“ bietet, so: „Der 12h-Fahrer wünscht sich mehr Komfort, die XC-Pilotin ein agileres Handling des Bikes. Der Fahrer von Roc d‘Azur braucht mehr Grip, die Fahrerin des Ulrabike weniger Rollwiderstand. Es ist unbestritten: das Ziel eines Custom Bikes ist die Individualisierung auf die eigenen Bedürfnisse. Abgestimmt auf meine Vorlieben, das Einsatzgebiet, meine Körpermaßen sowie mein technisches Können sitzt dieses Bike wie ein Maßanzug und sticht somit jedes Standardrad aus. Erhält das Rad zudem noch ein Design nach eigenem Wunsch, sind Glücksgefühle im Preis inbegriffen. J“

Aber Daniel warnt auch vor den Risiken: „Wer sich ein Rad selbst zusammenstellt, benötigt spezielles „Know How“ oder entsprechende Beratung. Man muss nicht nur beurteilen können, ob ein Teil als Einzelnes geeignet ist, sondern  auch, welche Funktion und welchen Einfluss es im Gesamtgebilde „Fahrrad“ hat. Es gibt mittlerweile viele Standards und Kompatibilitätsprobleme, die es nicht einfach machen, aus vielen einzelnen Teilen ein Fahrrad zu schustern. Zudem gilt es auch, den Blick auf die Kosten zu richten, denn diese übersteigen schnell den Preis eines Stangenrades.“

Im Folgenden wollen wir euch die „Faszination Custom Bike“ nun an zwei ganz persönlichen Beispielen deutlich machen.

Unsere erste Geschichte handelt von Andrea M. und Andreas B. Sie wohnen in Lindau und sind reine Hobby-Biker, die jedoch viel auf dem Bike unterwegs sind und gemeinsam mit Andrea Potratz auch schon Hochgebirgstouren in Angriff genommen haben. Ihre Entscheidung, sich vom bikeDoc Custom Bikes aufbauen zu lassen, war stark geprägt von ihrem Vertrauen in Andrea Potratz, erzählt Andrea M.: „Bei ihr weiß ich, dass ich am Ende ein Radl habe, bei dem Preis-Leistung passen, es wirklich zu mir passt und ich auch nach dem Kauf gut beraten bleibe im Hinblick auf Service und Wartung.“ Auch die Erkenntnis, dass der Preisunterschied zu einem Serienbike am Ende doch nicht so wesentlich war, erleichterte ihnen die Entscheidung. „Wer schon Bike-Erfahrung mitbringt, hat in der Regel seine Vorlieben bzgl. Schaltung (Sram / Shimano), Bremsen (z.B. Magura / Avid), Federgabel (Fox / RockShox; mit/ohne Absenkung) und auch Laufrädern (z.B. DT-Swiss / Mavic / Syntace). Auch was die individuellen Vorstellungen an Schaltübersetzungen (z.B. 1-fach/2-fach) und Federweg betrifft. Ich kann bei einem Custom Bike nicht nur den Mix der Componenten selbst gestalten, sondern auch die Kosten steuern und nach meinen Belieben entscheiden, wo mir hochwertigere Teile etwas wert sind“, fügt Andreas hinzu.

Eine zweite Geschichte – die von Anja aus München, die im September 2016 Zwölf-Stunden-MTB-Weltmeisterin wurde. Sie hat sich von Andrea schon insgesamt vier Mountainbikes und zwei Rennräder aufbauen lassen. Zum Thema Custom Bikes erzählt sie: „Der größte Vorteil für mich ist, dass ich meine Wünsche und Bedürfnisse erfüllt bekomme. Als sehr große Frau mit langen Beinen und mit meiner Rückenproblematik ist es genial, den passenden Rahmen mit dem richtigen Vorbau zu finden. Bei mir ist das bei keinem Standardrad möglich. Außerdem ist für mich die Übersetzung entscheidend. Auch hier hat Andrea immer genau nach meinen Bedürfnissen gehandelt. Ich fahre sehr gerne mit vielen kleinen Gängen und hier hat sie mir schon diverse Übersetzungen gezaubert. Ich war mit jedem Rad mehr als zufrieden - man sieht es ja an der Anzahl :-) - und als Fan von Teambikes in gleichem Design bin ich immer voll auf meine Kosten gekommen“.

  

Eine dritte Geschichte – die von Daniel, der bereits zu Beginn unseres Beitrags zu Wort gekommen ist.  Als Teenager begann Daniel mit dem „Schrauben“. Lange Wartezeiten beim Händler, hohe Werkstattkosten und teilweise schlampig ausgeführte Reparaturen bewogen ihn dazu, zum Werkzeug zu greifen und seine Fahrräder selbst zu reparieren. Er richtete sich eine Werkstatt ein und schaffte Werkzeug an. „Mit dem „Know How“ und der entsprechenden Werkzeug-Ausstattung bot sich aber nicht nur die Möglichkeit der Reparatur, sondern auch der Optimierung“, erinnert er sich. „Eine neue Federgabel verbauen, leichtere Laufräder oder mal ein breiter Lenker - von nun an wurde das Fahrrad nicht nur instand gesetzt, sondern auf meine persönlichen Bedürfnisse optimiert“. Gut zwanzig Jahre später waren inzwischen mehr als 20 Mountainbikes in seinem Besitz, 13 davon custom-made.

„Nach all den Jahren und über einem Dutzend Bikes wusste ich, welche Teile Gewicht sparen, welche haltbar sind und welche den Komfort erhöhen. Allerdings führten dieses Erfahrungen auch  zu einer traurigen Erkenntnis. Ein passendes Rad von der Stange gibt es nicht und entspricht niemals meinen Bedürfnissen. Diese Räder werden industriell zusammengeklopft. Da der Hersteller nicht weiß, wer sie kauft, wird etwas gebaut, was bei jedem irgendwie funktioniert, aber bei weitem nicht die persönlichen Bedürfnisse abdeckt“. Man kann also entweder ein Fertigrad kaufen und dann nach seinen Wünschen umgestalten, oder man baut es gleich komplett neu auf bzw. lässt es aufbauen.

„Gut zwanzig Jahre nach meinem ersten Mountainbike hat das Customizing bei mir seinen Höhepunkt erreicht. Ich beschäftige mich nicht nur im Detail mit Anbauteilen, sondern auch mit den Geometriedaten des Rahmens. Mittlerweile lasse ich Fahrradrahmen nach meinem Geometrievorgaben fertigen, ideal auf meine persönlichen Bedürfnisse und auf das gewünschte Fahrverhalten zugeschnitten. Hinzu kommt, dass mein Rad nun auch optisch exakt meinen Vorgaben entsprechen soll. Somit werden meine Bikes, ebenso wie die Anbauteile, entsprechend meinen Wünschen designed und lackiert. Es ist ein unglaublich schönes Gefühl zu wissen, mein Bike gibt es nur ein Mal auf dieser Welt und es fährt sich exakt so, wie ich mir das wünsche. Ob das notwendig ist? Sicher nicht! Ob es faszinierend ist? Und wie!“

  

  

Daniel hat das Customizing auf die Spitze getrieben. Er verfügt aber auch über die notwendige Werkzeug-Ausstattung und das Know-How. Otto Normalverbraucher, der sich mit einem „Fahrrad von der Stange“ nicht zufrieden geben mag, kann sich an die Fahrradwerkstatt seines Vertrauens wenden und dort ein Bike nach seinen Wünschen zusammenstellen lassen. Damit stehen ihm dann alle Nuancen des Customizing offen – entweder die Umgestaltung eines Fertigrads, das mit individuell auf seine Bedürfnisse zugeschnittenen Komponenten ausgestattet werden soll, oder aber der Neuaufbau eines komplett selbst zusammengestellten Custom Bikes. Wenn du dich bezüglich der Möglichkeiten und Kosten beraten lassen willst, kannst du dich vertrauensvoll an Andrea Potratz vom bikeDoc in Lindau wenden. Sie verfügt über die Erfahrung und die notwendigen Kontakte, um dir diesbezüglich kompetent Auskunft zu geben – und um dein Bike für dich aufzubauen, solltest du dich am Ende für ein Custom-made Bike entscheiden. Andrea hat in ihrem Leben schon unzählige Bikes modifiziert oder auch komplett neu aufgebaut und weiß, wovon sie spricht: „Besonders, wenn man schon einige Jahre auf dem Rad sitzt und weiß, was einem wichtig ist und Spaß macht, dann findet man das meist nur an einem individuellen Custom-Bike. Man investiert zwar etwas mehr, aber an diesem Rad hat man auf jeden Fall Freude und gibt es meist auch nicht mehr so schnell her. Das ist es doch, was zählt: Spaß auf dem Rad haben. :-)“


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26, 27,5 und 29 Zoll im Vergleich

Jahrelang waren 26-Zoll-Reifen bei Mountainbikes üblich. Seit einiger Zeit wird dieses Reifenmaß zunehmend von 29-Zoll-Pneus verdrängt. Inzwischen stehen drei Reifen- bzw. Laufradgrößen zur Wahl: erst vor wenigen Jahren kamen 27,5-Zoll-Reifen (auch 650B genannt) auf den Markt, mit denen Sabine Spitz 2012 zur Olympischen Silbermedaille fuhr. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es jedoch auch unter den Mountainbikes nicht: jede der drei Radgrößen hat ihre Vor- und Nachteile, die nicht zuletzt von der Körpergröße und den Vorlieben des jeweiligen Fahrers abhängen.

Für Mountainbiker waren 26 Zoll lange Zeit das Maß aller Dinge. Seitdem jedoch der Trend zum 29‑Zoll-Reifen aus den USA auch nach Europa schwappte, schätzen immer mehr Fahrer die Vorteile der großen Räder. Sie punkten mit guten Fahreigenschaften, die sich vor allem im Gelände auszahlen. Größere Räder rollen besser über Unebenheiten hinweg, sie glätten die Wege regelrecht. Mit ihrem großen Durchmesser laufen sie wesentlich besser über Hindernisse, so dass das Fahrverhalten ruhiger und stetiger wird. Dadurch verzeihen die 29er auch mehr Fahrfehler. Zudem sorgt die im Vergleich zum 26er längere und schmalere Kontaktfläche der Reifen auf dem Untergrund für verbesserte Traktion und Spurtreue sowie für eine größere Laufruhe bei höheren Geschwindigkeiten.

Doch die Monsterreifen haben auch Nachteile. Sie sind schwerer und damit ist auch ihre rotierende Masse größer. Dadurch werden die Bikes träger, man kann mit ihnen nicht so schnell beschleunigen wie mit einem 26er. Kleinere Laufräder sind nicht nur im Gelände agiler und lassen sich leichter um die Kurven lenken. Sie punkten auch mit ihrem geringeren Gewicht. Ein leichteres Laufrad zahlt sich im Vergleich zu einem leichteren Rahmen doppelt aus, denn es reduziert nicht nur die kinetische Energie, die in der Vorwärtsbewegung selbst steckt, sondern auch die Rotationsenergie. Daher kommt auch der Spruch: „Die Räder zählen doppelt“.

Auch die Körpergröße des Fahrers sollte mit in Erwägung gezogen werden. Für Kinder stehen schon lange verschiedene Laufradgrößen zur Verfügung, so dass sie mit zunehmender Körpergröße zwischen 12, 16, 18, 20 und 24 Zoll wählen können. Deshalb wäre es sinnvoll, wenn sich die 27,5 Zoll als dritter Raddurchmesser auf Dauer etablieren, damit jeder Fahrer ein zu seiner Körpergröße und seinen Bedürfnissen perfekt passendes Rad finden kann.

Die Nachteile eines 29-Zoll-Reifens sind gleichzeitig die Vorteile des 26ers. Praktisch genau in der Mitte liegend, versprechen 27,5-Zoll-Laufräder auf den ersten Blick die ideale Kombination aus den Vorteilen der beiden anderen Maße.  Dabei sollte man jedoch, je nach Fahrertyp und Einsatzgebiet, Vorsicht walten lassen. Denn selbstverständlich erben 27,5-Zoll-Räder auch die jeweiligen Nachteile ihrer größeren bzw. kleineren Geschwister, wenn auch in abgeschwächter Form. Daher gilt es, je nach Einsatzzweck aus den drei Laufradkategorien die richtige Wahl zu treffen. Grundsätzlich gilt: bei verwinkelten, technischen Trails tendiert man eher zu einer kleinen Laufradgröße. Ist man hingegen eher auf geraden Strecken unterwegs, empfehlen sich 29 Zoll.

Auf der Straße gelten übrigens ganz andere Regeln als im Gelände. Sind die Reifen hart aufgepumpt, unterscheiden sich die Größen in Bezug auf den Rollwiderstand nur noch marginal. Dann haben größere Durchmesser nur noch den Nachteil, dass sie schwer und damit träger sind.

Das toMotion Nachwuchs Team TNT errang 2017 seinen EM-Titel im 12h-MTB auf 29“-Race-Hardtails der Firma Müsing.

Im Hardtail-Bereich hat sich das 29er inzwischen als Standard etabliert, einfach weil es besser rollt und auch für kleinere Fahrer die passende Rahmengröße mit 29-Zoll-Rädern kombiniert werden kann. Die bevorzugten Marathon-Fullys mit einem Federweg um die 100 mm sind die 29er, vor allem bei Strecken, die nicht so verwinkelt sind. Das Segment der Allmountain Trail- und Tourenbikes von 110 mm bis 140 mm wird von 27,5 Zoll und 29 Zoll parallel abgedeckt, je nach Vorliebe des Fahrers. Gerade bei den sehr großen und kleinen Rahmengrößen kann die Laufradgrößenauswahl eingeschränkter sein. Das toMotion-Teambike wird standardmäßig mit 29-Zoll-Laufrädern angeboten, da es für den Marathon-Race-Bereich konzipiert ist.

Roland Ast (180 cm) auf seinem 27,5“ Enduro-Bike der Firma Propain im Hochgebirge des Schweizer Kantons Wallis.

Im Enduro-, Gravity—und Downhill-Bereich wächst die Nachfrage an Laufrädern in 27,5 Zoll ebenso, auch hier geht der Trend hin zu größeren Laufrädern. „Ich glaube aber, dass sich hier die 29“ auf Dauer nicht durchsetzen können, da von der Anwendung her die 27,5er einfach Vorteile haben“, gibt Andrea Potratz, Geschäftsführerin der toMotion GmbH und selbst erfahrene Enduro-Bikerin im hochalpinen Bereich, zu bedenken. Für kleinere Fahrer sind in diesem Anwendungsbereich auch weiterhin 26-Zoll-Räder eine Option.

Andrea Potratz (175 cm)auf ihrem 26“-Enduro-Bike von Liteville im Hochgebirge bei Lenzerheide. Ist der Trail so technisch wie in
Lenzerheide, bevorzugt sie das  26er gegenüber ihrem 27,5er Fully.

„Vor allem im Endurobereich kann ich die Firma Liteville empfehlen“, so Andrea Potratz. „Mit ihrem „Scaled Sizing“-Konzept können sie ihre Fahrräder schön auf die Körpergröße des Fahrers abstimmen. Zum Teil werden nach dem Motto „Hinterrad so groß wie nötig, Vorderrad so groß wie möglich“ an einem Bike sogar zwei unterschiedliche Laufradgrößen verbaut“.

Die Zeitschrift Bike veröffentlichte in der Heftausgabe 1/2013 eine Untersuchung mit drei identischen Bikes (XC Race-Hardtails) in den unterschiedlichen Laufradgrößen und kommentierte:

"Unsere Messungen führen zu einem klaren Ergebnis: alle drei Laufradgrößen sind auf dem Rundkurs gleich schnell. Aber: ein größeres Laufrad schont den Fahrer, klettert besser, lenkt ruhiger, fährt sicherer bergab und spart damit Energie. Diese Vorteile zeigen sich beim 29er besonders, hier gab es den vielzitierten Aha-Effekt. Das neue Maß 27,5 Zoll fühlt sich mehr nach 26 Zoll an, hier sind die Unterschiede lange nicht so deutlich. Biker, die Beschleunigung und Spritzigkeit über alles stellen, bleiben bei 26 Zoll."


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Einsatzgebiete, Vor- und Nachteile

Inzwischen ist der Mountainbikesport mehrere Jahrzehnte alt und die Bikes sind zu hochentwickelten Sportgeräten mit unterschiedlicher Ausstattung für verschiedene Einsatzgebiete geworden. Vom Hobbybiker bis zum Hochleistungssportler findet jeder das zu seinen Ansprüchen passende Geländefahrrad. Ein typisches Merkmal des Mountainbikes ist die Federgabel am Vorderrad. Doch bereits an der Frage, ob auch das Hinterrad gefedert bzw. gedämpft sein sollte, scheiden sich die Geister. Ob für dich ein „Hardtail“ die richtige Wahl ist oder ob dir ein „Fully“ mehr Vorteile bietet, erfährst du in unserem Beitrag „Hardtail versus Fully“.

Das Hardtail (frei übersetzt: “harter hinterer Teil”) ist das ursprünglichste Fahrrad unter den Mountainbikes. Es besitzt, im Gegensatz zum Fully (vollgefedertes Bike), keinen Hinterbaudämpfer, sondern nur ein gefedertes Vorderrad. Ein Hardtail ist im Vergleich zum Fully günstiger in der Herstellung, hat ein geringeres Gewicht sowie weniger bewegliche Teile, die gewartet werden müssen. Die Ausstattung eines Hardtails kann sehr unterschiedlich ausfallen. Mit der gewählten Ausstattung variieren das Gewicht (in den meisten Fällen zwischen 8 und 13 kg) und der Preis.

Das Wort “Fully“ leitet sich vom englischen “Full Suspension“ ab und bedeutet “vollgefedert”. Daher verfügen diese Bikes neben einer Federung des Vorderrads auch über eine Hinterbaufederung bzw. -dämpfung. Damit werden Stöße durch Unebenheiten größtenteils abgefangen und ein sicheres Fahrverhalten gewährleistet. Im Vergleich zum Hardtail ist das Fully etwas schwerer und bei gleicher Ausstattung teurer. Aufgrund der Federelemente und der beweglichen Teile für die Dämpfungsfunktion, ist es auch wesentlich wartungsintensiver. Ein Fully wiegt in der Regel zwischen 9 und 17 kg.

Ein Hardtail ist auf Strecken ohne größere Hindernisse oder Unebenheiten empfehlenswert, etwa auf gut befestigten Wald- und Forstwegen oder auf dem Pumptrack. Dort punktet es mit seinem geringeren Gewicht. Wird es hingegen uneben, liegen die Nachteile eines Hardtails darin, dass es weniger Kontrolle und Stabilität aufweist als ein Fully, eine geringere Traktion besitzt und damit bei gleicher Fahrtechnik nur eine geringere Geschwindigkeit erlaubt. Zwei große Vorteile des Hardtails sind neben dem geringeren Gewicht auch der niedrigere Wartungsaufwand und der geringere Anschaffungspreis bei ansonsten gleicher Ausstattung.

 

Da beim Fully auch das Hinterrad gefedert bzw. gedämpft ist, eignet es sich besser als ein Hardtail für unebene Downhill- oder Singeltrail-Strecken mit Hindernissen. Sie lassen sich mit dem Fully schneller und mit mehr Komfort bewältigen als mit einem Hardtail – Schlaglöcher werden praktisch „überflogen“. Fullys sind erste Wahl bei technisch schwierigen Rennen, im Bikepark, auf einem Alpencross oder bei ähnlichen Unternehmungen. In der Regel lassen sich die Dämpfer auf „glatten“ Wegen und im Uphill auch sperren, wodurch sich die Kraftübertragung verbessert.

 

Es gibt unterschiedliche Fullys für verschiedene Anwendungsbereiche. Sie unterscheiden sich vor allem im Grad ihrer Dämpfung, dem sogenannten „Federweg“ (100 – 200 mm) und damit auch im Gewicht. Je schwieriger das zu bewältigende Gelände ist, desto größer kann der Federweg werden: vom All-Mountain-Bike (130 – 150 mm) über das Enduro-Bike (160 – 180 mm) bis hin zum Downhill-Bike mit bis zu 200 mm Federweg. Race-Fullys mit einem Federweg ab 100 mm werden – wie ihr Name schon sagt – vor allem bei technisch anspruchsvollen Marathonrennen oder Etappenrennen wie beispielsweise Transalp, Cape Pioneer oder Cape Epic eingesetzt. Das Gewicht variiert zwischen 9 kg (Race Fully) und rund 17 kg (Downhill-Bike). Im Rennen wählen viele versierte Biker jedoch sogar eher ein Hardtail, da hier das noch geringere Gewicht ein spürbarer Vorteil ist. Voraussetzung dafür ist jedoch Fahrtechnik – grundsätzlich kann man mit einem Hardtail jede Strecke bewältigen, wenn man über die entsprechenden Fahrtechnikkenntnisse verfügt. Ein Fully hingegen verzeiht mehr Fehler, ist aber ohne Fahrtechnikkenntnisse alleine auch kein Garant für Gelingen auf schwierigen Trails.

 

Die Entscheidung, ob für dich ein Fully oder ein Hardtail die richtige Wahl ist, hängt also von deinen Fahrtechnikkenntnissen sowie von deinen Vorlieben und Zielen beim Mountainbiken ab. Wenn es dir eher um die Bewegung in der Natur geht und du einfach die Option haben möchtest, neben Wald- und Forstwegen auch mal einen einfachen Trail zu fahren, kannst du dich guten Gewissens für ein Hardtail-Mountainbike entscheiden. Auch Racern mit guten Fahrtechnikkenntnissen können wir ein Hardtail uneingeschränkt empfehlen. Bist du hingegen eher auf schwierigeren Trails oder auf Rennen mit hohem Singletrail-Anteil unterwegs, ist für dich ein Fully vermutlich die bessere Wahl. Dann solltest du zugunsten von höherer Sicherheit, mehr Komfort und mehr Geschwindigkeit lieber etwas mehr Geld investieren und ein vollgefedertes Bike kaufen.

Oft sind Hardtails die Einstiegsmodelle für den Mountainbikesport. Sie kosten weniger Geld und in der Regel sind die Fahrtechnikkenntnisse der Mountainbike-Neulinge anfangs noch nicht so groß, dass schwierigere Trails bewältigt werden können. Verbessert sich im Laufe der Zeit deine Fahrtechnik und du hast zunehmend Spaß an technisch anspruchsvollen Strecken, dann lohnt es sich vielleicht, über die (zusätzliche) Anschaffung eines Fullys nachzudenken.

Das von toMotion zusammengestellte „Teambike“ von toMotion Racing by black tusk ist ein Hardtail in verschiedenen Ausstattungsvarianten. Es punktet vor allem mit seinen exzellenten Komponenten und seinem geringen Gewicht von nur 8,8 bis 9,7 kg. Grundlage des Bikes ist ein personalisierter Specter 9 Carbon-Rahmen von Müsing. Er wird mit den hochwertigen Produkten unserer Partner ausgestattet. Jedes Teambike verfügt über eine Piccola-Bremse von Trickstuff – aktuell die leichteste Bremse auf dem Markt, die nichtsdestotrotz mit besten Bremseigenschaften glänzt. Vorbau sowie Lenker und Sattelstütze sind von Syntace. Hier hast du bereits die Auswahl zwischen Alu und Carbon – die „Start“-Version unseres Teambikes ist mit ihren Alu-Komponenten etwas schwerer, aber auch günstiger als die „Race“- und „Pro“-Versionen. Auch Antrieb (SRAM), Gabel (Rockshox), Laufräder (Syntace) und Sattel (SQlab) stammen ausschließlich von unseren langjährigen Partnern, denen wir in puncto Qualität voll vertrauen. Bei diesen Teilen variiert die Ausstattung mit der Teambike-Version – bei der Pro-Version hast du das meiste Carbon und die beste Technik am Bike. Die Preise des toMotion-Teambikes liegen zwischen EUR 4.890,- (Version Start) und EUR 6.690,- (Version Pro). Für Teammitglieder von toMotion Racing by black tusk gibt es satte Rabatte. Egal, für welche Version du dich entscheidest: du wirst viele Jahre lang Freude haben an deinem funktionellen und zuverlässigen Bike!

  

 

Wenn wir dich neugierig gemacht haben: hier kannst du dich über die verschiedenen Versionen des toMotion-Racing-Teambikes informieren.

Und solltest du dir für dein Traumbike andere Komponenten wünschen, kannst du dich trotzdem vertrauensvoll an toMotion wenden: wir helfen dir, dein Bike individuell zusammen zu stellen und machen dir ein faires Angebot dafür.

Mail-Anfrage an die Bike-Experten: a.potratz@tomotion-gmbh.de


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LD- und FT-Aktionen an den toMotion-Standorten

Im Frühjahr kommen wir wieder zu dir an den Standort! An vier toMotion-Standorten (Nordschwarzwald, Rhein-Main, München und Schwäbische Alb) kannst du dich mit toMotion gezielt auf deine Mountainbike-Saison 2018 vorbereiten. In München und Pforzheim findet im Februar jeweils eine Laktat-Leistungstest-Aktion statt. Eine Leistungsdiagnostik ist der Grundstein für ein erfolgreiches puls- oder wattgesteuertes Training. Anhand eines Laktat-Stufentests können wir deinen aktuellen Trainingsstand ermitteln und deine individuellen Trainingsbereiche festlegen. So kannst du mit demselben Zeitaufwand effektiver trainieren.

In Rüsselsheim und in Altenriet am Rande der Schwäbischen Alb hast du neben dem Leistungstest auch noch die Möglichkeit, an einem Fahrtechnikkurs teilzunehmen. Mit unserer kombinierten Leistungsdiagnostik-Fahrtechnik-Aktion bieten wir dir gleich zwei Dinge, die dich in deinem Lieblingssport weiterbringen: basierend auf einem Leistungstest kannst du im Frühjahr zielgerichteter und effektiver auf die nächste MTBSaison hin trainieren. Beim anschließenden Fahrtechniktraining konzentrieren wir uns auf die Kurventechnik (weite Kurven, enge Kurven, Serpentinen), feilen jedoch auch an anderen wichtigen Techniken wie Gleichgewicht, Aktivposition, Bremsen etc. So legst du wichtige Grundlagen für eine erfolgreiche und verletzungsfreie Saison 2018.

 

Vereinbare möglichst bald mit uns den für dich passenden Termin! Ach ja: wenn du für dein Training noch genauere Werte benötigst, kannst du in unserer Zentrale in Lindau jederzeit gerne eine Spiroergometrie durchführen!

Hier die angebotenen Termine für unsere Aktionen an den vier Standorten:

toMotion-Standort Nordschwarzwald (Neuhengstett):

Laktat-Leistungsdiagnostik: Sa und So, 10. und 11. Februar 2018

toMotion-Standort München:

Laktat-Leistungsdiagnostik: Dienstag, 20. Februar 2018

toMotion-Standort Rhein-Main (Rüsselsheim):

Laktat-Leistungsdiagnostik: Fr und Sa, 2. und 3. März 2018
Fahrtechnikkurs: So, 4. März 2018

toMotion-Standort Schwäbische Alb (Altenriet):

Laktat-Leistungsdiagnostik: Do und Fr, 8. und 9. März 2018
Fahrtechnikkurs: Freitagnachmittag, 9. März 2018

Links zu den Ausschreibungen